Nach Terroranschlägen in Brüssel

Festnahmen auf A8: Was steckt dahinter?

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Landkreis Rosenheim - Nach den Terroranschlägen in Brüssel haben Rosenheimer Schleierfahnder ein verdächtiges Auto aus Belgien auf der A8 gestoppt. Besteht ein Zusammenhang zu den Anschlägen?

Wie bereits berichtet, nahmen die Rosenheimer Schleierfahnder drei Kosovo-Albaner aus dem Brüsseler Auto fest. Zuvor hatten Sie einen anonymen Tipp bekommen.

Auf Anfrage von rosenheim24.de bestätigte das LKA am Mittwoch, dass sich die drei Männer - darunter zwei Brüder - widerstandslos festnehmen ließen. Die Staatsanwaltschaft habe die Ermittlungen übernommen und prüfe derweil, ob ein Haftbefehl gegen die drei Männer beantragt werden soll. Bis jetzt konnte laut LKA aber kein Zusammenhang zu den Anschlägen in Brüssel ermittelt werden. Dieser Verdacht stütze sich momentan nur auf den anonymen Hinweis, den ein Unbekannter am Montagabend der bayerischen Polizei auf einem Kontaktformular im Internetauftritt gegeben hatte. Dabei war von einem geplanten Terrorangriff die Rede.

Auch die bei den Männern gefundenen 10.000 Euro Bargeld sowie diverse Baupläne begründeten nach momentanem Ermittlungsstand keinen Verdacht auf terroristische Aktivitäten, so das LKA abschließend. Zwei der drei Männer im Alter zwischen 36 und 46 Jahren sollen angegeben haben, Arbeiter einer belgischen Baufirma zu sein. Einer der beiden Brüder wurde mit Haftbefehl gesucht, weil er vor seiner angeordneten Abschiebung in das Kosovo untergetaucht war.

Festnahme auf A8 bereits vor Pariser Anschlägen

Bereits vor den Terroranschlägen in Paris am 13. November 2015 war ein 51-jähriger Autofahrer aus Montenegro auf der A8 kontrolliert und festgenommen worden. Er war auf dem Weg nach Paris und schmuggelte unter anderem mehrere Sturmgewehre, Handgranaten und Sprengstoff. Ob tatsächlich ein Zusammenhang zu den Pariser Anschlägen bestand, ist weiter unklar.

bcs

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © pa

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