Wo heute in der Region gestreikt wird

Warnstreiks bei Verdi: Demo-Zug durch Rosenheimer Innenstadt

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Landkreis - Die Gewerkschaften weiten ihre Aktionen aus: Bayernweit wollen im Tarifkonflikt des öffentlichen Dienstes Tausende Landesbeschäftigte am Dienstag die Arbeit niederlegen und für mehr Geld auf die Straße gehen.

Update 13.15 Uhr: Rund 220 - 250 Teilnehmer

Im Tarifkonflikt des öffentlichen Dienstes erhöhen die Gewerkschaften den Druck: Am Dienstag wurden tausende Beschäftige zu Warnstreiks und Protestaktionen aufgerufen - auch in Rosenheim. Rund 220 bis 250 Personen zogen als Teil eines Demonstrationszuges durch die Rosenheimer Innenstadt. Vor dem Finanzamt fand anschließend eine Kundgebung statt. 

Im Streiklokal fand die Registrierung der Streikteilnehmer statt und der stv. Bezirksgeschäftsführer berichtet über die derzeitige Verhandlungssituation. Metzger bemängelt, dass die Arbeitgeber noch immer kein Angebot abgegeben haben. „Wenn am Wochenende keine Bewegung in die Verhandlungen kommt, stehen die Räder auf Streik“, stellt Metzger fest.

Vor dem Rosenheimer Finanzamt fand nach dem Demonstrationszug eine abschließende Kundgebung statt.

Erstmeldung 8.45 Uhr: Wo heute in der Region gestreikt wird

Bayernweit haben Verdi, die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft sowie die Gewerkschaft der Polizei für Dienstag Tausende Landesbeschäftigte zu Warnstreiks und Protestaktionen aufgerufen. Da teils ganztägige Arbeitsniederlegungen geplant sind, dürften auch die Bürger die Auswirkungen zu spüren bekommen. Regionale Schwerpunkte werden München und Erlangen sein, wo Demonstrationen und Kundgebungen geplant sind.

Betroffen seien aber alle Regierungsbezirke im Freistaat, hatte ein Verdi-Sprecher am Vortag in München betont. Es werde mit mehreren Tausend Teilnehmern gerechnet. Den Anfang sollen am frühen Morgen die Autobahn- und Straßenmeistereien machen. Aber auch Universitäten und Unikliniken, Gerichte, Theater und Museen sowie Finanzämter, staatliche Länderbehörden sowie Dienststellen sollten einbezogen werden. Wenn nötig, würden Notdienste eingerichtet. In Münchens Krankenhäusern haben die Warnstreiks besondere Konsequenzen: Am Dienstag werden nur Not-Operationen durchgeführt. Sogar Krebsoperationen werden verschoben. In einem internen Schreiben, das der tz vorliegt, heißt es aus Großhadern: „Der aktuelle Warnstreik trifft uns kurzfristig und nicht planbar. Es wird für uns alle keine leichter Tag werden!“ 

Betroffen von den Warnstreiks sind im Bezirk Rosenheim folgende Einrichtungen:

  • Autobahnmeisterei Rosenheim 
  • Straßenmeisterei Ampfing 
  • Autobahnmeisterei Holzkirchen 
  • Autobahnmeisterei Siegsdorf 
  • Straßenmeisterei Bischofswiesen 
  • Straßenmeisterei Freilassing 
  • Straßenmeisterei Hausham 
  • Straßenmeisterei Neuötting 
  • Straßenmeisterei Rosenheim 
  • Flussmeisterstelle Wasserburg a. Inn 
  • Staatliches Bauamt Rosenheim 
  • Straßenmeisterei Traunstein 
  • Staatliches Bauamt Traunstein 
  • Flussmeisterstelle Benediktbeuern 
  • Wasserwirtschaftsamt Rosenheim 
  • Flussmeisterstelle Rosenheim 
  • Finanzamt Rosenheim

Schulunterricht entfällt wohl nicht

Hinzu kommen Angestellte bei der Polizei sowie angestellte Lehrer. Mit Unterrichtsausfällen an den Schulen rechnete die GEW aber nicht, weil die Schulen entsprechende Vertretungslösungen organisieren dürften, falls sich angestellte Lehrer an den Aktionen beteiligen. Ebenso wie verbeamtete Lehrer dürfen auch Polizeibeamte nicht streiken. Die GdP hatte die Polizeibeamten aber dazu aufgerufen, sich an einer Kundgebung in München zu beteiligen.

Die Gewerkschaften fordern in der Tarif- und Besoldungsrunde im öffentlichen Dienst der Länder eine Verbesserung im Gesamtvolumen von sechs Prozent. Bei den ersten beiden Verhandlungsrunden hatten die Arbeitgeber, also die Tarifgemeinschaft der Länder, kein Angebot vorgelegt. Die dritte und vorerst letzte Verhandlungsrunde ist von diesem Donnerstag an bis Samstag (16. bis 18. Februar) in Potsdam geplant.

dpa/Pressemitteilung verdi Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

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