Keine Kältepeitsche, aber wieder Sturm?

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Mittlere Temperatur im Zeitraum 30. Januar bis 7. Februar.

Landkreis - In den nächsten Tagen bleibt es vergleichsweise warm. Richtig winterlich wird es bis zum Monatsende wohl kaum. Dagegen dürfte es jedoch wieder windig werden!

Die Nächte bringen derzeit einen Hauch von Winter. Sie bringen leichten Frost um oder knapp unter 0 Grad. Am Tag klettern die Temperaturen meist über den Gefrierpunkt. Gestern, am 21. Januar, wurden im Südwesten nachmittags bis zu sechs Grad erreicht. Kein Wunder, dass die paar Schneeflocken die es über Nacht bis ganz runter schaffen am Tag schnell wieder Geschichte sind.

Auch in den nächsten Tagen ist beim Wetter keine große Änderung in Sicht. Auch zum Monatswechsel bleibt uns die richtig winterliche Kälte erspart. Wir erinnern uns an den Februar 2012. Damals schlug die russische Kältepeitsche zu – so hatte es wetter.net genannt. In der Folge sanken die Temperaturen in Deutschland tagsüber auf minus 10 Grad und nachts wurden stellenweise bis zu minus 30 Grad gemessen. Doch das ist für dieses Jahr aktuell nicht in Sicht“, gibt Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Wetterportal wetter.net Entwarnung.

Die ganze große Kälte ist in diesen Tagen weit weg von uns. Erst in Sibirien ist es mit minus 20 Grad bitter kalt. Aber selbst das sind für die Region keine wirklich tiefen Werte. Auf dem Weg nach Osteuropa sieht man wie es rasch milder wird. Der Dauerfrost wird zum Monatswechsel weitgehend in Russland bleiben. Selbst in Polen gibt es tagsüber meist Werte über 0 Grad.

Die Wetterentwicklung bis Monatsende:

Freitag: 0 bis 4 Grad, im Südosten zeitweise Schneefall, sonst trocken, aber kaum Sonne

Samstag: 0 bis 5 Grad, aus Westen teils starker Schneefall, der in den Niederungen stellenweise in Regen übergeht, zum Abend erreichen die Niederschläge auch den Osten

Sonntag: 0 bis 6 Grad, im Tagesverlauf neue Schneeregen- und Schneefälle

Montag: 0 bis 6 Grad, erst Schnee, dann bis in höhere Lagen Regen

Dienstag: 1 bis 7 Grad, im Süden stellenweise Schneeregen oder Schnee, sonst weitgehend trocken

Mittwoch: 1 bis 8 Grad, im Norden Regen, im Süden Schneefall

Donnerstag: 0 bis 7 Grad, im Südosten Schnee, sonst Schneeregen oder Regen

Freitag: 1 bis 10 Grad, in Süden starker Regen, die Schneefallgrenze steigt deutlich an

Samstag: 2 bis 12 Grad, immer wieder Regen

In den Alpen kann es oberhalb 1000 Meter bis Monatsende zeitweise zu massiven Schneefällen kommen. Dort sind durchaus zwei bis drei Meter Neuschnee möglich: es herrscht massive Lawinengefahr! In den Alpen kann sich nächste Woche eine Unwetterlage durch starken Dauerschneefall einstellen.

Oberhalb 500 Meter fällt zumindest bis Donnerstag meist Schnee, später ist es dann auch dort bei ansteigenden Temperaturen meist Regen.

Unter 500 Meter gilt generell folgendes: Zeitweise, besonders nachts, kann der Niederschlag bis ganz runter als Schnee fallen. Dann droht massive Straßenglätte. Am Tag taut dieser Schnee meist rasch wieder ab. Zudem ist es nass-kalt. Tagsüber gibt es meist nur Schneeregen oder Regen.

„Ein richtiger Flachlandwinter will sich bis Monatsende einfach nicht etablieren“ so Wetterexperte Jung.

Zudem wird es zum Monatsende auch wieder deutlich windiger, teils auch stürmisch. Es ist gut möglich, dass daraus eine neue Sturmlage entsteht!

Pressemitteilung Diplom-Meteorologe Dominik Jung/wetter.net

Quelle: rosenheim24.de

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