Wettertrend

Kommt diese Woche der erste Schnee?

Landkreis - Tief Nasar rückt an - und könnte bis auf 1500 Meter eine weiße Überraschung im Gepäck haben. Allerdings werden sich nicht alle über den aktuellsten Wettertrend freuen:

Am Dienstag bringt nun Tief Nasar aus Westen viele Wolken und jede Menge Regen. War es dann nun mit dem schönen Wetter?

NEIN! Nach einem wechselhaften Dienstag und Mittwoch wird es ab Donnerstag schon wieder trockener und ab dem kommenden Wochenende kann sich langsam ein neues Hoch über Mitteleuropa etablieren. Es wird sich bis zum Wochenende immer mehr verstärken und den passenden Namen Netti tragen.

„Netti sorgt dann für nettes Herbstwetter und bringt uns fast pünktlich zum kalendarischen Herbstanfang viel Sonnenschein und zunehmend trockenes Wetter“ erklärt Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Wetterportal wetter.net.

Am Mittwoch um 10.21 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit startet der Herbst 2015 auch kalendarisch nachdem ihn die Meteorologen bereits am 1. September eingeläutet haben.

Den ganzen Dienstag über fällt im Westen und Süden erstmal jede Menge Regen. Da können lokal schon mal 10 bis 30 Liter Regen pro Quadratmeter vom Himmel kommen. In den Alpen kann es sogar bis auf 1500 m herab Schnee geben.

In der Nacht zum Mittwoch kann es sogar bis auf 1000 m herab schneien. Hier droht also ein Wintereinbruch! Es bleibt auch am Mittwoch selbst wechselhaft. Mehr als 10 bis 17 Grad sind nicht drin. Am Alpenrand kann es sogar noch frischer bleiben.

So geht es an den Folgetagen weiter:

Donnerstag: 14 bis 20 Grad, Sonne und Wolken im Wechsel, vereinzelt kurze Schauer

Freitag: 16 bis 21 Grad, mal Sonne, mal Wolken, kaum noch Schauer

Samstag: 15 bis 20 Grad, nach Nebelauflösung immer wieder Sonnenschein und meist trocken

Sonntag: 14 bis 20 Grad, nach Frühnebel freundlich und trocken

Montag: 16 bis 21 Grad, Sonne und Wolken im Wechsel, an der See Schauer möglich

Dienstag: 15 bis 22 Grad, überwiegend sonnig und trocken

Mittwoch: 14 bis 20 Grad, meist freundlich, zwischen Wolkenfeldern scheint oft die Sonne

Donnerstag (1. Oktober): 14 bis 18 Grad, mal Sonne, mal Wolken und weitgehend trocken

Freitag: 15 bis 20 Grad, viel Sonnenschein, der nur selten von Wolken getrübt wird

Die Nächte werden dabei zusehends frisch, denn auch in denen ist es überwiegend klar und die Luft kann sich teils deutlich unter 10 Grad abkühlen. Selbst Bodenfrost wird dann immer öfters vorkommen.

Auch über den Monatswechsel hinaus wird das freundliche Wetter sehr wahrscheinlich andauern. Daher deutet viel auf einen goldenen Oktoberstart hin.

Wer die große Hitze erwartet, der wird allerdings enttäuscht sein. Die Temperaturen liegen auf einem für die Jahreszeit üblichen Niveau. Sommerliche Werte zwischen 25 und 30 Grad sind kaum zu erwarten!

Für ausgedehnte Spaziergänge oder Wanderungen in der herbstlichen Natur eignet sich das Wetter aber allemal. Auch für die nun beginnende Weinlese ist die Wetterlage ideal.

Folgt dem wechselhaften Hitzesommer ein Sturmwinter?

Nachdem die zahllosen Hitzetage in diesem Sommer der Vergangenheit angehören, die Trockenheit aber ihre Spuren hinterlassen hat, stellt sich die Frage nach dem Winter. Wird der Winter ähnlich außergewöhnlich wie der Sommer?

Nach den Berechnungen des amerikanischen Langfristmodells CFS könnte der September der einzig leicht zu kühle Monat im Jahr 2015 werden. Der aktuellen Großwetterlage zufolge scheint dies durchaus plausibel, wird doch die Hitze weit in den Südosten Europas zurückgedrängt. Großräumig gesehen stellt sich die Atmosphäre nun eher in Richtung Frühherbst um.

„Nach einer ganzen Reihe von zu trockenen Monaten wächst für das Winterhalbjahr die Wahrscheinlichkeit für einen sehr feuchten Verlauf, um das Regendefizit zumindest teilweise auszugleichen. Es wäre nicht verwunderlich: die Natur gleicht irgendwann alles wieder aus“ sagt Diplom-Meteorologe Dominik Jung.

Dies ist aber nur möglich, wenn mit der Luft viel Feuchtigkeit herantransportiert wird. Demzufolge muss die Luft vom Atlantik kommen. Das geht gleichzeitig mit einem überdurchschnittlich milden Winter einher. Und genau diese Konstellation sehen die Berechnungen der Langfristmodelle aktuell voraus.

„Mit der unangefochtenen Dominanz westlicher Winde vom Atlantik ist außerdem eine deutlich erhöhte Wahrscheinlichkeit für Winterstürme und Hochwasser entlang der Flüsse verbunden“ fügt Meteorologe Udo Baum von wetter.net hinzu.

Bleibt also abzuwarten, ob sich während des Oktobers und Novembers eine solche massive Westwindwetterlage einstellt, die den Winter über weitgehend anhält und diesen verweht und wegspült. Weiteren Regen benötigt die Natur allemal. Skiliftbetreiber und Wintersportfans werden diesem möglichen Trend freilich wenig Sympathie entgegenbringen.

Pressemitteilung wetter.net

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance

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