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„Dann gibt es eine Zweiklassengesellschaft“

2G, „3G plus“oder 3G? Welche Regeln die Gastronomen in der Region künftig nutzen wollen

Gastronomie und die drei „Gs“: Die Regel gilt in Rosenheim ab heute auch für den Außenbereich von Gaststätten.
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Gastronomie und die drei „Gs“: Gastronomen können ab heute selbst entscheiden, welche dieser Regeln die Gäste ihrer Lokale befolgen müssen.

2G, „3G plus“ oder auch Maskenpflicht und Mindestabstand: Gastronomen können ab heute selbst entscheiden, welche dieser Regeln die Gäste ihrer Lokale befolgen müssen. Für die meisten ist „3G plus“ – also geimpft, genesen und PCR-getestet – der einzige Weg. Ein Blick in die Region.

Rosenheim – Giuseppe Tedesco ist sich sicher: 2G, das kommt für ihn nicht in Frage. „Wir machen schon die ganze Zeit 3G und bleiben auch dabei“, sagt der Inhaber der Restaurants „Giuseppe e amici“ an der Alten Spinnerei in Kolbermoor sowie „Giuseppe x Kunstmühle“ und „Giuseppe x Gillitzer“ in Rosenheim.

Die Region Rosenheim schwächelt weiterhin bei den Impfungen, der Trend geht nach unten. Aber es gibt eine gute Nachricht für Ungeimpfte: In den meisten Restaurants können sie weiterhin einkehren – mit negativem PCR-Test.

Keine Quarantäne riskieren

Zum einen fühlten sich er und seine Mitarbeiter mit der „3G plus“-Regel sicherer. Den Betrieb ganz ohne G-Vorschriften laufen zu lassen, kommt für Tedesco nicht infrage. Er könne nicht riskieren, dass ein infizierter Gast einen Mitarbeiter anstecke und sein Personal anschließend mehrere Tage in Quarantäne müsse. Dann wäre er gezwungen, das betreffende Restaurant zuzusperren.

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Zum anderen findet er 2G „zu hart“. „Damit würde ich Menschen ausschließen, und das finde ich diskriminierend. Dann gibt es eine Zweiklassengesellschaft“, sagt der Gastronom.

Gastronom lobt die Staatsregierung

Dass er mittlerweile selbst entscheiden kann, welche Regeln er in seinen Betrieben durchsetzt, findet er „sehr, sehr gut“. Wie die Staatsregierung nach der Kabinettssitzung vom 4. Oktober mitteilte, setze Bayern bei Corona auf „Sicherheit, Freiheit und Eigenverantwortung“. Tedesco wertet das als Vertrauen in die Bürger.

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Auch die Dehoga-Kreisvorsitzende Theresa Albrecht freut sich über die neue Regel. „Es ist prinzipiell gut, wenn jeder selbst entscheiden kann, wie er es macht“, sagt sie. Albrecht vermutet, dass die meisten Gastronomen weiterhin an der normalen 3G-Regel – also mit normalen Schnelltests – festhalten. So will auch sie es im Gasthaus zur Post in Rohrdorf halten. Niemand wolle den Gästen zusätzliche Einschränkungen auferlegen.

„3G plus“ in Wasserburg und Prien

Auch Peter Fichter wird es in seiner Gaststube wie die meisten seiner Kollegen handhaben. Der Wirt vom Stechl Keller in Wasserburg befürwortet die „3G plus“-Regel. Dennoch ist er sich sicher: „2G wird irgendwann kommen.“

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Sven Dietze bleibt ebenfalls bei den drei Gs. In seine Trattoria Toskana in Prien dürfen auch weiterhin Gäste kommen, die nur einen PCR-Test dabei haben. Er fürchtet sonst Verluste für sein Restaurant. „Da schneidet man sich ja ins eigene Fleisch“, sagt er. Solange 2G keine Pflicht ist, sei der Weg mit „3G plus“ der richtige für ihn.

Patrick Senger sieht das genauso. Auch er will getesteten Personen im Maxlrainer Bräustüberl weiterhin Plätze anbieten. Da seien sich er und sein Kollege Florian Geiger einig.

Ungeimpfte nicht ausschließen

„Wir möchten allen Zutritt gewähren und niemanden ausschließen“, sagt Senger. Eine 2G-Regel könne er nicht mit sich vereinbaren – obwohl es zusätzlicher Aufwand sei, die Testbescheinigungen und die Ausweise der Gäste zu kontrollieren.

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Impfzahlen sinken weiter:

Der Trend der Impfmüdigkeit in der Region Rosenheim setzt sich fort. Haben sich in der ersten Augustwoche noch 2460 Menschen zum ersten Mal impfen lassen, waren es in der letzten Septemberwoche nur 1488 Personen. „Ein Anstieg der Impftätigkeit ist nicht zu registrieren“, bestätigt Christian Schwalm, stellvertretender Pressesprecher der Stadt Rosenheim.

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