Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Meilenstein für die Region auf 10.000 Quadratmetern

Bauland für Rohrdorfer: Einheimischenmodell in Erbpacht

Bürgermeister Simon Hausstetter (links) und dritter Bürgermeister Martin Fischbacher sehen in dem Angebot des Besitzers, diese Fläche über Erbpachtverträge zu Bauland für Einheimische zu machen eine große Chance für Rohrdorf und haben dabei den Gemeinderat einstimmig hinter sich.
+
Bürgermeister Simon Hausstetter (links) und dritter Bürgermeister Martin Fischbacher sehen in dem Angebot des Besitzers, diese Fläche über Erbpachtverträge zu Bauland für Einheimische zu machen, eine große Chance für Rohrdorf und haben dabei den Gemeinderat einstimmig hinter sich.

Baugrundstücke sind im gesamten Landkreis Rosenheim eher rar und verhältnismäßig teuer, das gilt im direkten Umland der Stadt erst recht. Einheimischenmodell in Erbpacht? Die große Finanzierungshürde im Vorfeld elegant übersprungen? Der Vorschlag eines Rohrdorfer Grundbesitzers stieß auf offene Ohren.

Rohrdorf – Durchaus als Meilenstein in Sachen Wohnraum für Einheimische kann man einen Beschluss des Gemeinderats bezeichnen: In der letzten Sitzung wurde entschieden, für ein Grundstück an der Preysingstraße ein Bebauungsplanverfahren zu eröffnen. Auf rund 10.000 Quadratmetern Grund werden etwa 20 Bauparzellen ausschließlich für das Einheimischenmodell geschaffen werden.

Grundbesitzer bietet Erbpacht an

Einen entsprechenden Vorschlag hatte der Grundstücksbesitzer bereits in früheren Jahren an die Gemeinde herangetragen, doch ohne Erfolg. Die Gemeinde konnte sich damals mit einer Besonderheit des Vorschlages nicht anfreunden. Die Grundstücke sollen nicht verkauft, sondern in Erbpacht vergeben werden.

Jährliche Pachtrate eher ein Vorteil

Bürgermeister Simon Hausstetter und dritter Bürgermeister Martin Fischbacher (beide Bürgerblock) sahen nun gerade hierin durchaus einen Vorteil für die zukünftigen Bauherren: Die Kosten für das Grundstück nicht als große Finanzierungshürde am Anfang des Bauvorhabens, sondern als leichter zu schulternde jährliche Pachtraten.

Lesen Sie auch: Großkarolinenfeld gibt Bauland für Einheimische zugunsten sozialen Wohnungsbaus auf (Plus-Artikel)

Als der Grundstücksbesitzer bald nach Beginn der neuen Legislaturperiode an sie herangetreten sei, seien sie deshalb von Anfang an interessiert gewesen. Auch das Gemeinderatsgremium sieht in diesem Konzept ein tragfähiges Modell, der Beschluss, es voranzutreiben, fiel deshalb einstimmig.

Städtebaulicher Vertrag mit Grundeigentümer

Der nächste Schritt wird ein Planungsentwurf für das Areal sein, aus dem sich dann die genaue Anzahl der Parzellen ergeben wird. Daraufhin wird man mit dem Grundstücksbesitzer einen sogenannten städtebaulichen Vertrag abschließen, in dem noch einmal festgeschrieben wird, dass die Grundstücke nur im Einheimischenmodell vergeben werden und zu welchen Pachtraten sowie Zeiträumen dies geschehen soll.

Nach Abschluss des Vertrages kann dann mit der eigentlichen Bauleitplanung begonnen werden.

Vorzeigeobjekt auf Sahnestück

Hausstetter glaubt, dass 2022 mit der Vergabe der Parzellen begonnen werden kann.

Weitere Nachrichten aus dem Rosenheimer Land und aus dem Inntal finden Sie hier.

Ziel ist es auf jeden Fall, das Areal nicht nur hinsichtlich der Vergabeart, sondern auch sonst zu einem Vorzeigeobjekt zu machen: So möchte die Gemeinde bei der Bebauung des Grundstückes, das von Lage und Ausblick zu den Rohrdorfer Sahnestücken gehört, wie es Bürgermeister Hausstetter formulierte, „optischen Wildwuchs“ vermeiden: Bei aller Individualität, die den einzelnen Bauherren eingeräumt bleibt, soll doch ein harmonischer Gesamteindruck entstehen.

Kleiner „Dorfanger“ als Treffpunkt

Gemeinschaft möchte man auch sonst großschreiben – eine der Planungsvorstellungen, die man an der Preysingstraße gerne verwirklicht sähe, wäre eine Art kleiner gemeinsamer „Dorfanger“ als zwangloser Treffpunkt.

Kommentare