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Zahl der Omikron-Verdachtsfälle steigt

Corona-Lage in der Region Rosenheim: Banger Blick auf Omikron - Ruhe vor dem Sturm?

Die Corona-Lage in der Region Rosenheim.
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Die Corona-Lage in der Region Rosenheim.

Gute Nachrichten zum Jahresausklang: Die Corona-Lage in der Region Rosenheim entspannt sich. Die 7-Tage-Inzidenzwerte befinden sich weiter auf Sinkflug. Die Experten blicken dennoch besorgt auf Omikron. Die Verdachtsfälle in der Region steigen bereits rasant an.

Rosenheim – Die 7-Tage-Inzidenzwerte in der Region Rosenheim befinden sich weiter auf Sinkflug. Der Landkreis liegt inzwischen bei einer Inzidenz von 211, die Stadt bei 162 (Stand 30. Dezember, 0 Uhr) – und damit weit entfernt von den Höchstwerten Ende November zu Hotspot-Zeiten.

Zahl der Neuinfektionen rückläufig

Die Zahl der Neuinfektionen binnen einer Woche ist deutlich zurückgegangen. Seit 22. Dezember wurden 657 neue Fälle gemeldet (Vorwoche: 780). Nach Angaben des Staatlichen Gesundheitsamtes Rosenheim sind nach wie vor überwiegend Ungeimpfte von den Neuinfektionen betroffen. Über die Hälfte der positiv Getesteten liegen zudem im Altersbereich zwischen 18 und 59 Jahren (seit 1. Dezember: 57 Prozent).

Zu den regionalen Hotspots zählen diese Woche neben Rosenheim mit 101 Neuinfektionen Kolbermoor mit 45 neuen Fällen, gefolgt von Bad Endorf mit 30, Vogtareuth und Samerberg mit 27 Neuinfektionen sowie Bruckmühl mit 26 und Prien mit 25 neuen Fällen.

Die Altersstruktur der Neuinfizierten in der Region Rosenheim seit 1. Dezember.

Weniger Corona-Tote

Rückläufig nach dem Negativrekord vor Weihnachten mit 34 Todesfällen binnen einer Woche ist die Zahl der Corona-Toten mit zuletzt zehn Fällen innerhalb einer Woche. Die Gesamtzahl der registrierten Corona-Toten in der Region ist damit seit Beginn der Pandemie auf 728 angewachsen. Unter den jüngst Verstorbenen befindet sich eine Person unter 60 Jahren, fünf waren zwischen 60 und 80 Jahre alt und vier über 80. Vier der verstorbenen Personen waren in einem Heim betreut worden.

Die Zahl der Corona-Todesfälle in der Region Rosenheim seit Beginn der Pandemie (Stand 30. Dezember 2021).

Diffuses Ausbruchsgeschehen

Laut den Experten im Gesundheitsamt herrscht weiterhin ein diffuses Ausbreitungsgeschehen vor, nun aber mit rückläufiger Tendenz. Auch die Zahl der Ausbrüche und Infektionsübertragungen in Alten-, Pflege- und Behindertenheimen sowie in Kliniken, Schulen und Kitas sind deutlich zurückgegangen.

Besorgter Blick auf Altenheime

Nach wie vor mit Besorgnis blickt man im Gesundheitsamt auf die Alten- und Pflegeheime: Die Hälfte der betroffenen Mitarbeiter in den Einrichtungen sei nach wie vor ungeimpft. Hinzu kämen ein Fünftel Ungeimpfte oder unvollständig Geimpfte unter den Bewohnern. Seitens des Gesundheitsamtes heißt es deshalb: „Es besteht weiter dringender Bedarf für Nachhol- und Boosterimpfungen bei Bewohnern und Mitarbeitern.“

Die Entwicklung der Neuinfektionen binnen einer Woche (seit 22. Dezember; Stand 30. Dezember).

Region vor der 5. Welle?

Zur epidemiologischen Lage in der Region äußern sich die Experten im Gesundheitsamt aktuell sehr verhalten: „Auch wenn die rückläufige Entwicklung der Infektionszahlen weiterhin positiv ist und der Gipfel der vierten Welle, einer Delta-Welle, hinter uns liegt, so besteht die Befürchtung, dass auch wir von einer fünften Welle erfasst werden. Dies zeigt die Entwicklung der rasant steigenden Infektionen durch Omikron in den Nachbarländern wie Dänemark und Niederlande.“

Omikron-Fälle rasant angestiegen

Die Zahl der Omikron-Verdachtsfälle ist laut Gesundheitsamt in der Region deutlich gestiegen und liegt nun bei 66. „Diese Entwicklung zeigt, dass die hochsteckende Variante Omikron bald die noch vorherrschende Delta-Variante ablösen wird.“ Im schlimmsten Fall könne dies zu einem dramatischen Überlaufen der Intensivstationen jenseits der absoluten Kapazitätsgrenzen führen. Aufgrund der bisherigen Erfahrungen müsse von einer verminderten Wirksamkeit der Impfstoffe bei Omikron ausgegangen werden, sodass nur durch eine Booster-Impfung ein ausreichendes Schutzniveau vor schweren Verläufen erreicht werde.

Experte Dr. Hierl warnt

Weiter mahnt Behördenleiter Dr. Wolfgang Hierl: „Deshalb sollte jeder Bürger alle im Alltag nicht notwendigen Kontakte reduzieren und Reisen vermeiden. Sofern Kontakte nicht gemieden werden können, sollten Masken getragen, Mindestabstände eingehalten und die Hygieneregeln beachtet werden. Gleichzeitig muss die Impfrate in der Region enorm gesteigert werden. Die Impfung ist eine absolute ethische Verpflichtung.“

Die Impflage in der Region

Insgesamt sind bislang (Stand 29. Dezember) in Stadt und Landkreis Rosenheim 117.458 Erstimpfungen, 113.290 Abschlussimpfungen (Zweitimpfung oder einfache Impfung mit dem Impfstoff von Johnson & Johnson) und 41.941 Auffrischungsimpfungen durchgeführt worden. Seit dem 13. Dezember wurden insgesamt 640 Kinderimpfungen im Impfzentrum Rosenheim durchgeführt. Hinzu kommen insgesamt 229 141 Erst-, Abschluss- und Auffrischungsimpfungen durch niedergelassene Ärzte.

Die Impfquote in der Region Rosenheim im bayern- und bundesweiten Vergleich.

Impftermin vereinbaren

Jeder impfwillige Bürger ab zwölf Jahren kann sich unter www.impfzentren.bayern registrieren lassen oder unter Telefon 08031/365-8899. Auf diesen Wegen können Termine für Erst-, Zweit- und Auffrischungsimpfungen vereinbart werden. Um längere Wartezeiten zu vermeiden, wird eine vorherige Terminvereinbarung empfohlen. Das Impfzentrum ist täglich von 8 bis 17 Uhr (auch Silvester, Neujahr und Heiligdreikönig) sowie donnerstags zusätzlich bis 21 Uhr geöffnet.

Die Lage in den Kliniken

Die Belegungszahlen mit Covid-Patienten sind laut Gesundheitsamt zwar zurückgegangen, dennoch befänden sich die Kliniken in der Region weiterhin an ihrer Leistungsgrenze. Stand 30. Dezember befanden sich 52 Covid-Patienten in den Romed-Kliniken, davon elf Verdachtsfälle und zehn auf Intensivstation.