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Überlegungen für eine Ortsmitte

Dorfbewohner aus Achenmühle und Rohrdorf bekommen ein Backhäusl als Treffpunkt

Heute noch reine Obstbaumwiese, in Zukunft Thansaus Dorfanger: Gemeinderätin Anette Wagner hofft, das sich rund um ein kleines Backhäusl, das dort stehen soll, ein Treffpunkt von Menschen entwickelt und dabei auch möglichst viele neue Ideen entstehen.
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Heute noch reine Obstbaumwiese, in Zukunft Thansaus Dorfanger: Gemeinderätin Anette Wagner hofft, dass sich rund um ein kleines Backhäusl, das dort stehen soll, ein Treffpunkt von Menschen entwickelt und dabei auch möglichst viele neue Ideen entstehen.

Die Ortsteile Achenmühle und Thansau in der Gemeinde Rohrdorf haben ein Problem: Es fehlt ein Mittelpunkt. Ein Backhäusl soll‘s richten, meint Gemeinderätin Anette Wagner (Bürgerblock). So sind die Überlegungen.

Rohrdorf – In Achenmühle gab es deshalb eine Art virtuelles „Brainstorming“, bei dem man schriftlich Vorschläge und Ideen einbringen konnte. In Thansau war unlängst sogar ein „echtes“ Treffen durchführbar und man kam genau an dem Ort zusammen, an dem sich auch in Zukunft mehr abspielen soll: Auf den Flächen und Wiesen rund um das Thansauer Feuerwehrhaus.

Dabei ist es nicht so, dass diese Fläche bislang eine völlige „gesellschaftliche Brache“ gewesen wäre: Die Thansauer Vereine haben seit Langem ein gemeinsames Zelt, das in normalen, also coronafreien Jahren eigentlich den ganzen Sommer über dort stehen blieb und in dem verschiedene Veranstaltungen stattfanden. Nun kommt das Zelt aber allmählich in die Jahre und die Vereine fangen an, darüber nachzudenken, was an seine Stelle treten könnte. Solche Zukunftsüberlegungen gab es in der Vergangenheit immer wieder Mal. Was bislang dabei fehlte, ist die Überlegung, wie man aus dem Areal insgesamt noch mehr für Thansau machen könnte. Und vor allem war der entscheidende Funke nicht da, der das Ganze vom „man müsste irgendwann mal“ zum „da pack ma jetzt an“ weitertreibt.

Neuen Verein gegründet

Um genau das zu erreichen, hatte sich in Thansau in diesem Frühjahr ein neuer Verein gegründet, der Backhäusl-Verein. Wunsch war es dabei, ein Vereinsziel zu finden, das so breit gehalten wäre, dass sich nicht nur alteingesessene Thansauer damit identifizieren könnten, sondern auch Neubürger.

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Die Möglichkeit, gemeinsam Brot zu backen und vielleicht auch gleich zu verkosten, wäre kein schlechter „kleinster gemeinsamer Nenner“, so dachten die Vereinsgründer rund um den Thansauer Sepp Wagner und seine Frau, die Gemeinderätin Dr. Anette Wagner (Bürgerblock). Der Gemeinderat ist im April dem Antrag von Anette Wagner gefolgt und hat dem Verein einen Platz für das kleine Häuschen auf einer von Obstbäumen bestandenen gemeindlichen Wiesenfläche eingeräumt, die sich in unmittelbarer Nähe der Feuerwehr und damit auch des Geländes befindet, auf dem sonst immer das Festzelt der Vereine steht.

Keine Konkurrenz zu Vereinen

Ganz wichtig ist Anette Wagner eines: Das Backhäusl, mit dessen Errichtung noch im Herbst begonnen werden soll, wird nicht in Konkurrenz zu den anderen Vereinen stehen und wird auch nicht die Überlegungen, was aus dem Festzelt-Areal insgesamt werden könnte, gegenstandslos machen.

Impuls für weitere Dorfprojekte

Der Verein hofft vielmehr, dass sich die Obstbaumwiese rund um das Backhäusl zu einer Art Dorfanger entwickelt, der mit der Zeit vielleicht zu dem werden könnte, was Thansau bislang fehlt: Ein Ort, an dem man sich trifft, spontan und unkompliziert, nicht nur der Unterhaltung wegen, sondern vielleicht auch, um dort in lockerem Gespräch auch auf das eine oder andere gemeinsame „Dorfprojekt“ zu kommen.

Genau in diesem Geist lief übrigens auch die Ideenwerkstatt ab, die ebenfalls von Anette Wagner initiiert und mitorganisiert war und Ende Juli stattfand. Noch nicht auf dem Dorfanger, aber in unmittelbarer Nähe, auf dem „Zelt-Platz“, und unter tatkräftiger Beteiligung aller Thansauer Vereine.

Zwangloses Treffen

Es war ein zwangsloses Treffen ohne strenge Tagesordnung, bei dem im gemeinsamen Gespräch aber dennoch viele Ideen auftauchten, die dann auf Tafeln festgehalten wurden. Die etwa 150 Teilnehmer, die sich zusammenfanden, konnten alles nennen, was in Thansau verbesserungswürdig wäre und sie taten es eifrig.

Planungsbüro beauftragen?

Noch werden die Wünsche und Vorschläge von der Gemeinde zusammengefasst und ausgewertet, die Ergebnisse sollen im Herbst auf einer erneuten Bürgerwerkstatt vorgestellt werden. Auch der Gemeinderat wird sich im Herbst zumindest mit einem Themenpunkt beschäftigen: Er soll darüber entscheiden, ob die Gemeinde ein Planungsbüro damit beauftragen soll, Ideen zu entwickeln, wie das Festplatzareal und der Dorfanger baulich und inhaltlich zu einem harmonischen Ganzen werden können.

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