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„Wieder ein normales Schuljahr erleben“

Direktorin der Chiemsee-Realschule: Im Gespräch mit Kerstin Haferkorn zum Schulstart 2021

Einfach endlich wieder ein normales Schuljahr zu erleben – mit diesem Wunsch startet Kerstin Haferkorn, Direktorin der Staatlichen Chiemsee-Realschule Prien ins neue Schuljahr.
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Einfach endlich wieder ein normales Schuljahr zu erleben – mit diesem Wunsch startet Kerstin Haferkorn, Direktorin der Staatlichen Chiemsee-Realschule Prien ins neue Schuljahr.

Prien – Präsenzunterricht als Klassenziel gibt das Bayerische Kultusministerium für das neue Schuljahr vor. Die Maskenpflicht für Schüler und Lehrer gilt zunächst bis zum 1. Oktober. Drei Mal pro Woche wird am Unterrichtsanfang auf Corona getestet. Direktorin Kerstin Haferkorn erzählt von diesen und anderen Erfahrungen.

Wie haben Eltern auf diese Testforderungen reagiert?

Kerstin Haferkorn: Wir hatten bereits im vergangenen Schuljahr eine Handvoll Schüler, die nicht zum Unterricht erschienen sind. Gründe waren die Verweigerungen, sich testen zu lassen oder eine Maske zu tragen. Es wird sich zeigen, wie es in diesem Schuljahr weitergehen wird.

Mit welchen behördlichen Auflagen müssen Sie ins neue Schuljahr starten?

Haferkorn: Die Hygiene-Rahmenpläne aus dem vergangenen Schuljahr mit Abstandhalten, Maskentragen und Händewaschen sind weiterhin gültig; getestet wird jetzt drei Mal pro Woche.

Welche Sorgen bereiten Ihnen die Urlaubsrückkehrer mit Blick auf neue oder steigende Infektionszahlen?

Haferkorn: Mit Blick zum Beispiel auf die steigenden Zahlen in Rosenheim schon während der Sommerferien wird sich zeigen, was jetzt auch im Landkreis weiter passiert. Ich mache mir für unsere Schule nicht so große Sorgen. Wir haben im vergangenen Schuljahr trotz hoher Inzidenzen in der Region keine größeren Corona-Ausbrüche gehabt. Es gab immer wieder mal Kinder, die in Quarantäne waren, weil ihre Eltern infiziert waren. Der überwiegende Teil des Kollegiums ist geimpft, mir ist auch bekannt, dass schon Schüler geimpft sind. Insofern bin ich optimistisch, dass unser Schulbetrieb im Rahmen des Möglichen „normal“ sein wird.

Welche Erfahrungen haben Sie mit Pandemie bedingten Lernrückständen bei den Schülern gemacht?

Haferkorn: Den Schülern fehlt im Distanzunterricht ganz klar die Struktur, der klare Tagesablauf, wahrscheinlich auch bei einigen die Kontrolle. Fest steht, sie hatten es ja nicht zu verantworten, dass der Unterricht in der Form gehalten werden musste. Manche haben das wunderbar hinbekommen, andere haben sich schwer getan, sich zu motivieren und zu strukturieren. Meistens haben diese Betroffenen sich eh schon etwas schwerer getan im „normalen“ Schulleben, zum Beispiel öfters die Hausaufgaben nicht gemacht. Die Lücken gibt es bei den Naturwissenschaften und Fremdsprachen. Aber ich bin optimistisch, die bei normalem Unterricht über Stoff-Wiederholungen oder -Intensivierungen schließen zu können.

Welche speziellen Angebote können Sie den Schülern bieten, um die Rückstände aufzuholen?

Haferkorn: An den Realschulen gibt es regulär Ergänzungs- und Förderunterrichte, die zehnten Klassen bekommen ein spezielles Abschlussprüfungs-Training. Die Stundenzahlen dafür haben wir hochgefahren, soweit es die Situation mit dem Lehrpersonal zulässt. Im Verlauf des Schuljahres wird sich herausstellen, wo wir noch nachjustieren müssen.

In drei Jahren wird es in Prien nur noch eine Realschule geben, die Chiemsee-Realschule. Was wird sich diesbezüglich schon in diesem Schuljahr ändern?

Haferkorn: Für 2021/2022 eigentlich nichts, das Schuljahr wird ganz normal weiterlaufen, für die Schüler wie auch zum Beispiel für mich. Erst im darauf folgenden Schuljahr wird es etwas „Spürbares“ geben, dann werden die Anmeldungen für die fünften Klassen nur noch bei uns möglich sein. Bislang hatten unsere Schüler schon immer die Möglichkeit, auch die Wahlunterrichtsfächer der kommunalen Realschule nutzen zu können. Das werden wir auf beiden Ebenen heuer nochmals forcieren. Die Fachschaften Naturwissenschaften teilen sich schon länger Vorbereitungen und Räume, so auch die Musik – aus meiner Sicht wird sich nichts ändern. Die Schülerzahl ist 384 gleich geblieben, weiterhin haben wir 16 Klassen, allerdings elf neue Kolleginnen und Kollegen und einen neuen Konrektor, Tobias Zistler.

Mit welchen Zielen und Wünschen gehen Sie heuer an den Start?

Einfach endlich wieder ein normales Schuljahr zu erleben.

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