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Erstes Adventswochenende

In Achenmühle weihnachtet‘s sehr: Markt am Dorfplatz

Weihnachtsmarktersatz im Lockdown: 2020 schmückten 24 Haushalte in Achenmühle eines ihrer Fenster, jeden tag wurde ein neues enthüllt. Für dieses Jahr wurde aus den Fotos der Fenster ein Adventskalender.
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Weihnachtsmarktersatz im Lockdown: 2020 schmückten 24 Haushalte in Achenmühle eines ihrer Fenster, jeden Tag wurde ein neues enthüllt. Für dieses Jahr wurde aus den Fotos der Fenster ein Adventskalender.

„Wir wollten in diesem Jahr unbedingt wieder einen Markt, egal wie – angepasst an die geltenden Corona-Regeln“, sagt Kathi Schmid. Und so sah es auch der Vorstand des Weihnachtsmarktes in Achenmühle. Deswegen gibt es am 27. und 28. November an 20 Ständen und Buden Selbstgemachtes auf dem Dorfplatz.

Rohrdorf-Achenmühle Sie haben lange hin und her überlegt, die Vorstandsmitglieder, und dann haben sie sich doch dazu entschlossen, dass es in diesem Jahr in Achenmühle wieder einen Weihnachtsmarkt geben wird. Am ersten Adventswochenende am Dorfplatz.

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Das Rahmenprogramm, das sich die Organisatoren sonst einfallen lassen, ist komplett gestrichen. Da erschien die Gefahr zu groß, dass sich zu viele Menschen auf dem Dorfplatz versammeln. „Und es gibt auch kein Wärmezelt, damit sich dort nichts knubbelt“, so Schmid.

Essen und Getränke nur auf die Hand

Essen und Getränke gebe es natürlich. Aber eben auf die Hand. Ein paar Mitmacher könnten die Weihnachtsmarktmacher da noch vertragen, verrät Schmid. Dabei sind an den beiden Markt-Tagen ohnehin mehr als 100 Frauen und Männer in Einsatz, sehen zu, dass alles gut läuft.

Alles von Hand gemacht

Der Weihnachtsmarkt in Achenmühle hat sich auch deswegen zu einem Publikumsliebling gemausert, weil dort die Stände, die es an zu vielen Weihnachts- und Christkindlmärkten gibt, fehlen. Ziel des 1990 gegründeten Vereins war es von Anfang an, dass es keine Gewerbetreibenden geben soll. „Nur Mitglieder und Freunde des Vereins bieten selbst gefertigte Waren an“, so Kathi Schmid. 20 Zelte und Buden werden es heuer sein.

Wer nur zuhause werkeln will, kann das tun. Es ist aber auch jeden Dienstag Abend Arbeitstreffen im Dachgeschoss im Haus der Vereine in Höhenmoos. Wo Material gelagert ist, reichlich Steckdosen vorhanden sind und große Tische, an denen gestrickt, gehäkelt, gesägt, gebohrt, geklebt, verziert und geratscht wird. Wo an drei Tagen Mitte November im Zwei-Schicht-Betrieb die Adventskränze gebunden werden, das steht allerdings noch nicht fest. Geschmückt werden sie dann im Haus der Vereine.

Am 26. November, einen Tag vor dem Markt, bauen erst die Männer die Stände auf, nachmittags sind dann Frauen und Männer damit beschäftigt, diese markttauglich zu machen und zu schmücken.

Noch drei Wochen Zeit für Plätzchen

Die Vorbereitung ist generalstabsmäßig geplant. Im Laufe dieser Woche werden alle Waren zum Verkauf im Haus der Vereine gesammelt. Marmeladen und Liköre erst in gut zwei Wochen, die Plätzchen in drei. Kuchen, Gebäck und Schmalznudeln landen natürlich erst am Samstag und Sonntag beim Weihnachtsmarkt.

Erlös für gute Zwecke

Viel Arbeit für die Vereinsmitglieder. Die sich lohnt. Der komplette Gewinn aus dem Verkauf geht mit einem kurzen Umweg über die Vereinskasse an soziale Zwecke. Weit mehr als 150.000 Euro kamen bei den zehn Märkten unter dem Motto „Helft uns helfen“ zusammen, so die Vereinsvorsitzende Sylvia Steiner. Diese wurden an soziale Organisationen und Einrichtungen sowie für private Hilfe in weit über 50 verschiedenen Fällen gespendet.

Weihnachtliche Stimmung im Lockdown

Auch deswegen waren die Weihnachtsmarktmacher vergangenes Jahr so betrübt, dass sie den Markt absagen mussten. Die finanziellen Einbußen waren nicht aufzufangen. Um aber mitten im Lockdown zumindest etwas vorweihnachtliche Stimmung zu verbreiten, gab es einen Achenmühler Adventskalender: Jeden Tag wurde ein liebevoll geschmücktes Fenster beleuchtet, am Ende war ein Weihnachtsspaziergang durchs Dorf entstanden.

Aus den Fotos dieser Fenster wurde für dieses Jahr ein Adventskalender. Aber nicht nur die Fenster sind auf dem Kalenderblatt zu sehen, jeder Tag wird mit einem Rezept, weihnachtlichem Text oder einer Bastelanleitung ergänzt, so Sylvia Steiner. „Das wäre doch auch was für Firmenkunden oder Mitarbeiter“, findet Kathi Schmid. Mehr Informationen zum Kalender unter www.weihnachtsmarkt-achenmuehle.de.

Kalender-Erlös an bedürftige Senioren

Der Reinerlös des Kalenders kommt den Seniorenheimen in der Umgebung zu Gute. Mit dem Geld soll den Bewohnern, die es sich sonst vielleicht nicht leisten könnten, zum Beispiel ein Friseurbesuch, Fußpflege, der Kauf der Lieblingszeitschrift oder ein kleiner Ausflug ermöglicht werden.

Den Adventskalender gibt es natürlich auch beim Weihnachtsmarkt. Am Samstag (27. November) von 14 bis 20 Uhr und am Sonntag (29. November) von 11 bis 8 Uhr auf dem Dorfplatz.

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