Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

„Es wird spannend“

Keiner weiß was kommt: Wie sich die Gemeinden der Region auf den Corona-Herbst vorbereiten

Welche Einschränkungen eine erneute Pandemie notwendig macht, weiß noch niemand. In jedem Fall fühlen sich die Verwaltungen gut gerüstet.
+
Welche Einschränkungen eine erneute Pandemie notwendig macht, weiß noch niemand. In jedem Fall fühlen sich die Verwaltungen gut gerüstet.

Das Herbstfest in Rosenheim ist in vollem Gange, Maskenpflicht gilt nur noch in den öffentlichen Verkehrsmitteln. Dass im Herbst – wie von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) ankündigt – wohl wieder eine „epidemische Lage“ ausgerufen wird, scheint im derzeitigen Alltag noch fern. Nichtsdestotrotz könnten in ein paar Wochen wieder Einschränkungen kommen. Wie aber bereiten sich die Gemeinden in der Region auf eine neue Pandemie vor?

Großkarolinenfeld/Riedering/Rohrdorf/Vogtareuth – „Die Gemeinden haben in den vergangenen Jahren ihre Erfahrungen gemacht, sie sind gewappnet und haben sozusagen ihren Instrumentenkasten zusammen“, sagt Dr. Andreas Gaß vom Bayerischen Gemeindetag. Ganz ähnliche Aussagen treffen die Geschäftsführer und Bürgermeister aus den Gemeinden in der Region. „Inzwischen haben wir Routine“, sagt Rohrdorfs Geschäftsführer Christian Schönleber.

Es kann schnell agiert werden

Noch vor der Sommerpause konnte der Rohrdorfer Gemeinderat dank der Lockerungen in seinem ehemaligen Sitzungssaal tagen. Sollte im Herbst wieder ein Mindestabstand nötig sein, müsste der Gemeinderat umziehen. „Wir müssten dann zurück in unsere Dreifach-Turnhalle“, erklärt Schönleber.

Da die Gemeinde Eigentümer sei, wäre das auch sehr kurzfristig möglich. Ganz ähnlich sieht es in der Vogtareuth aus. Zuletzt konnte der Gemeinderat wieder in seinen angestammten Räumen tagen. Bürgermeister Rudolf Leitmannstetter (ÜWG) hofft, dass dies auch im Herbst möglich sein wird. Ansonsten müssten Equipment wie Beamer und Unterlagen wieder hinübergetragen werden.

„Da ist es schöner, wenn wir im Sitzungssaal zusammensitzen können“, sagt Leitmannstetter.

CO2 Ampel ist im Einsatz

Riedering und Großkarolinenfeld sind Gemeinden, in denen der Sitzungssaal so groß ist, dass dort ohne Probleme ein Abstand von einem Meter fünfzig eingehalten werden kann. Sollte der Saal zu voll werden, könne die Verwaltung die Zuschauerzahl entsprechend anpassen, sagt Riederings Geschäftsleiter Johannes Lang. „Zudem haben wir eine CO2 Ampel, die uns sagt, wann wir lüften müssen“. Die Gemeinde könne – auch mit eventuellen Einschränkungen – die Verwaltungsarbeit und die Dienstleistungen aufrecht halten.

„Die Gemeinden kennen mittlerweile ihre Möglichkeiten, sei es eine Hybridsitzung oder etwa das Auslagern von Themen in Ausschüsse“, bestätigt Gaß vom Gemeindetag. Die vorhandenen Spielräume werden derzeit noch von einigen Rathäusern genutzt. Im Rohrdorfer Rathaus, wie in vielen anderen Rathäusern der Region, gilt etwa zum Schutz der Mitarbeiter nach wie vor Maskenpflicht. Dort machen die Verwaltungen ihr Hausrecht geltend. „Wir überlassen aber dem Besucher, ob er eine FFP2- oder eine medizinische Maske tragen“, sagt Christian Schönleber.

Eine Frage der Spielräume

Welche Maßnahmen und Regeln im Herbst gelten, kann derzeit noch keiner sagen. „Es wird spannend, welche Gestaltungsspielräume die Länder haben“, sagt Andreas Gaß. Dabei hofft er, dass die Politik aus den vergangenen Jahren Pandemie gelernt hat Einschränkungen zu erlassen, die gut umzusetzen seien.

Und wie bei fast allem haben die ganzen Einschränkungen der vergangenen Jahre auch etwas Positives gebracht. „In Sachen Einwohnermeldeamt sind wir bei der Terminvergabe geblieben“, sagt Christian Schönleber. Das sei für alle Seiten praktischer. Zuvor hatte es mitunter Warteschlangen in den Räumlichkeiten gegeben.

Kommentare