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Großräumige Umleitung steht bevor

Osternacher Straße in Prien soll 2022 für über zwei Millionen Euro generalsaniert werden

Der breite und gut ausgebaute Radweg aus Rimsting bergab nach Prien endet sehr abrupt an der Gemeindegrenze. Der Markt Prien will ihn 2022 bis zum Kreisverkehr an der Ortseinfahrt fortführen.
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Der breite und gut ausgebaute Radweg aus Rimsting bergab nach Prien endet sehr abrupt an der Gemeindegrenze. Der Markt Prien will ihn 2022 bis zum Kreisverkehr an der Ortseinfahrt fortführen.

Der Nordosten der Marktgemeinde muss sich 2022 auf weite Umwege einstellen. Die Osternacher Straße soll generalsaniert werden. Tobias Kollmannsberger, Tiefbauchef im Rathaus, rechnet damit, dass die Arbeiten insgesamt sechs Monate dauern können.

Prien –Vorhersagen sind in Corona-Zeiten noch schwieriger als sonst, weil es sehr viele Unabwägbarkeiten gibt. Das Beispiel Weidach Straße hat das heuer gezeigt. Dort dauerte es bis zur Fertigstellung des zweiten Bauabschnitts mehrere Monate länger als geplant. Unter anderem war die Baufirma von Infektionen betroffen.

Förderantrag eingereicht

Die Generalsanierung der Osternacher Straße steht im Investitionshaushalt der Marktgemeinde für 2022 mit 2,15 Millionen Euro. Als eine seiner letzten Amtshandlungen in diesem Jahr hatte Bürgermeister Andreas Friedrich (ÜWG) noch den Förderantrag unterschrieben, damit dieser noch vor dem Jahreswechsel bei der Regierung mit dem Eingangsstempel registriert wird und in der Warteliste möglichst weit oben steht.

„Wir rechnen mit einer Förderung von 40 Prozent der angenommenen Baukosten – somit etwas über 800 .000 Euro“, so das Gemeindeoberhaupt. Friedrich dankte dem örtlichen Ingenieurbüro Dippold und Gerold für die rechtzeitige Zusammenstellung der Unterlagen für den Förderantrag, die einen ganzen DIN A4-Ordner füllen.

Die Osternacher Straße stammt Kollmannsberger zufolge in ihrem heutigen Zustand aus dem Jahr 1967. Der Fußweg neben der Fahrbahn auf dem Teilabschnitt südlich des Ortsteils Osternach sei nur etwa zwei Meter breit. Weil dort aber der Chiemsee-Radrundweg verläuft, wird es vor allem in den Sommerferien oft eng. Für Radler, die in Richtung Süden unterwegs sind, gibt es derzeit noch auf der anderen Straßenseite einen sogenannten Angebotsstreifen, also eine gestrichelte Linie.

Laubbäume müssen gefällt werden

Um Fördergelder für den Ausbau zu bekommen, muss der kombinierte Geh- und Radweg Kollmannsberger zufolge drei Meter breit werden. Das wiederum bedingt, dass die gut 20 Laubbäume, die seit den frühen 1980er Jahren dort auf dem Grünstreifen zwischen Fahrbahn und Gehweg stehen, gefällt werden müssen. Es sollen ebenso viele neue Bäume gepflanzt und mit sogenannten Baumscheiben (Betonplatten mit Aussparungen) versehen werden, damit sie sich zwischen Fahrbahn und Radweg entfalten können. Solche Baumscheiben hat die Gemeinde unter anderem schon im Erlenweg verbaut. Die Fällungen müssen aus Vogelschutzgründen auf alle Fälle bis Ende Februar erfolgen.

Das Teilstück, dass 2022 saniert werden soll, ist etwa einen Kilometer lang und erstreckt sich von der Einmündung des Erlenwegs im Süden, der zum Prienavera und den Lokalen am See führt, bis zur Abzweigung des Forellenwegs im Ortsteil Osternach.

Ob die Großbaustelle tatsächlich im nächsten Jahr in Angriff genommen wird, hängt unter anderem davon ab, wann der Förderbescheid in München bearbeitet wird. Bei der Regierung waren dem Vernehmen nach wegen der Corona-Pandemie zuletzt wiederholt Sachbearbeiter in andere Abteilungen abgezogen worden, was zu Verzögerungen geführt hat.

Im bebauten Bereich von Osternach wird Kollmannsberger zufolge ein 1,5 Meter breiter Gehweg an der Ostseite der Fahrbahn neu angelegt. Der Chiemsee-Radweg zweigt vorher in den Schratzenweg ab.

Aufwendige Tiefbauarbeiten

Wenn in der Osternacher Straße gebaut wird, muss die Gemeinde vermutlich den Uferweg zwischen Stippelwerft und Polizei-Bootshütte vorübergehend für Radfahrer als Umleitung freigeben.

Vom Erlenweg bis zum Schratzenweg liegt laut Kollmannsberger unter der Osternacher Straße seit 2014 auch schon eine neue Wasserleitung. Durchs Dorf Osternach wird die über 50 Jahre alte Leitung, die zuletzt in kurzer Folge an zwei Stellen gebrochen sei, 2022 ersetzt. Deshalb sind dort die Tiefbauarbeiten am aufwendigsten.

Unter diesem Weg, der den Ortsteil Gries mit der Staatsstraße verbindet, verläuft eine alte, undichte Wasserleitung. Der Markt Prien will im nächsten Jahr eine neue an der Straße entlang bauen.

Eine zweite wichtige Straßenbaumaßnahme für nächstes Jahr, für die von der Gemeinde Prien 200.000 Euro angesetzt sind, ist der Bau eines Geh- und Radwegs entlang der Rimstinger Straße ortseinwärts bis zum Kreisel. Bisher endet der ausgebaute Weg für Radler aus Rimsting abrupt an der Gemeindegrenze. Ab dort bis zum Kreisverkehr gibt es jetzt nur einen recht holprigen und sehr schmalen Gehweg.

Vorgespräche mit Grundeigentümern

Vorgespräche mit Grundeigentümern seien bereits geführt. Das Staatliche Baumamt, zuständig für die Staatsstraße, habe zugestimmt, die Fahrbahn zugunsten des Geh- und Radwegs etwas zu verengen, so Kollmannsberger.

Unter den neuen Radweg verlegt werden sollen auch Abwasserkanäle und Wasserleitungen. Sie verlaufen bisher unter dem Fußgängerweg, der die Staatsstraße mit dem Ortsteil Gries verbindet. Die Leitungen dort seien aber undicht, erklärte der Tiefbau-Fachmann.

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