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Was hinter der Aktion steckt

Kampfjet Tornado im Tiefflug über dem Chiemsee: „Angst war natürlich gleich da“

Ein Tornado startet vom Fliegerhorst Jagel (Kreis Schleswig- Flensburg) zu einem Übungsflug (Archivfoto vom 29.03.2007).
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Ein Tornado startet vom Fliegerhorst Jagel (Kreis Schleswig- Flensburg) zu einem Übungsflug (Archivfoto vom 29.03.2007).

Im Zuge des Ukraine-Konflikts steht auch die Bundeswehr wieder verstärkt im Fokus der Berichterstattung. Bewegungen von Militär an Land, zu Wasser oder in der Luft werden von Menschen viel bewusster wahrgenommen. Auch in der Region richteten viele Bürger rund um den Chiemsee am Montag (14. März) ihren Blick zum Himmel. Ein Kampfjet sorgte für Aufsehen.

Prien am Chiemsee - Sie werden in diesen widrigen Tagen des Russland-Ukraine-Kriegs vielerorts in Deutschland gesichtet und lösen bei vielen Menschen ein mulmiges Gefühl aus. Im hessischen Gießen oder auf der A6 zwischen Heidelberg und Hockenheim wurden in der vergangenen Woche unter anderem Panzer-Transporte der Bundeswehr und ihrer Nato-Verbündeten gesichtet. Ob auf der Schiene oder auf der Straße: Es geht mutmaßlich in Richtung Osten, an die Ostflanke des transatlantischen Verteidigungsbündnisses.

Erst am vergangenen Mittwoch (9. März) billigte die Slowakei die Stationierung von 2.100 weiteren Nato-Soldaten, darunter sind auch 700 Frauen und Männer der Bundeswehr. Die deutsche Luftwaffe hatte bereits Mitte Februar sechs Kampfflugzeuge vom Typ Eurofighter des Taktischen Luftwaffengeschwaders 74 mit Standort in Neuburg an der Donau ins rumänischen Konztanza verlegt. Dort schützt die Bundeswehr gemeinsam mit der italienischen Luftwaffe den südosteuropäischen Luftraum der Nato.

 „Wir werden weitere Kompanien bereitstellen. Wir werden uns auch mit Luftraumüberwachung und Flugabwehr engagieren. Die Details stimmen wir jetzt in der Nato ab“, sagte Verteidigungsministerin Christine Lambrecht kurz nach Beginn des Krieges. Sie habe zudem „angewiesen, dass wir auch unser Engagement in Rumänien“ in Bezug auf die Luftraumüberwachung „nicht nur ausweiten, sondern auch verlängern“ - aktuell soll das Engagement an der Südostgrenze der Nato vorerst bis Ende März andauern.

Truppen- und Luftübungen in Deutschland und Bayern

Zeitgleich werden an den Bundeswehr-Stützpunkten in Deutschland und Bayern Truppen- und Luftübungen durchgeführt. „Wir müssen uns wieder mehr auf die Landesverteidigung fokussieren“, erklärte dazu auch Maik Keller, Kommandeur der Gebirgsjägerbrigade 23, im Gespräch mit BGLand24.de. Auch durch die Corona-Hilfe in Landratsämtern oder Krankenhäusern sei die Landesverteidigung zuletzt zu kurz gekommen.

Im Bereich des Hochgebirgsübungsplatzes Reiteralpe kommt es deshalb zum Beispiel in dieser Woche zu einem erhöhten Flugaufkommen von Flugzeugen eines zivilen Unternehmens. Vom 14. bis 16. März kommen in dem Gebiet um den Hochgebirgsübungsplatz Reiteralpe Maschinen vom Typ Pilatus PC9 und Learjet 35 zum Einsatz.

Kampfjet Tornado über dem Chiemsee

Und auch in Prien und über dem Chiemsee konnten Bürger am Montag (14. März) einen Kampfjet beobachten. „Er war schwarz und sehr groß. Die Angst war natürlich gleich da. Man konnte von unten alle Konturen sehen. Der Jet flog mit einer Affengeschwindigkeit vorbei, drehte sich einmal und schwenkte in der Luft“, berichtete eine Leserin gegenüber rosenheim24.de.

Grund zur Sorge gibt es aber nicht. Auch hier handelte es sich um einen Übungsflug eines „Kampfflugzeuges der Bundeswehr vom Typ Tornado des Taktischen Lufwaffengeschwaders 33 in Büchel“, wie ein Sprecher des Luftfahrtamtes der Bundeswehr auf Anfrage von rosenheim24.de erklärte. „Das Luftfahrzeug überflog im Rahmen des Übungsflugbetriebs um 14.48 Uhr Ortszeit die Ortschaft Prien in einer Höhe von 2.680 Fuß - etwa 820 Meter - über dem Meeresspiegel (Anm.d.Red.: Prien liegt 533 Meter über Normalhöhennull)“, so der Sprecher weiter.

Diese Übungsflüge seien teilweise schwer zu planen, da zahlreiche Faktoren eine Rolle, wie zum Beispiel aktuelle Witterungsverhältnisse oder die jeweilige Verfügbarkeit von Personal und Material, spielen würden. Eine belastbare Aussage über die Häufigkeit solcher Einsätze könne daher nicht getroffen werden. „Nach den uns vorliegenden Daten fand der zur Ausbildung der Einsatzkräfte durchgeführte Flug regelkonform und unter Beachtung der geltenden flugbetrieblichen Bestimmungen statt“, ergänzte der Sprecher.

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mz

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