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Köche des „ban bè“ kommen von einer Kochschule in Asien

Nach langem Leerstand: Koreanisches Barbecue belebt Laden in Stephanskirchen

Das Team hinter dem „ban bè“ in Stephanskirchen: (von links) Quynh Anh Nguyen, Ngoc Lan Pham, Ba Tuan Nguyen, Hai Nguyen und Helena Leitner.
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Das Team hinter dem „ban bè“ in Stephanskirchen: (von links) Quynh Anh Nguyen, Ngoc Lan Pham, Ba Tuan Nguyen, Hai Nguyen und Helena Leitner.

Eine Drogerie, ein Café und ein Italiener: Die Pächter des Ladens an der Salzburger Straße 36 am Schloßberg haben oft gewechselt. Nachdem das Gewerbe leer stand, eröffnet dort am Freitag, 23. September, das koreanische Barbecue „ban bè“. Das freut nicht nur die Gastro-Familie, sondern auch den Bürgermeister und den Vermieter.

Stephanskirchen – „Ich freue mich, dass unser gastronomisches Angebot von bayerisch über italienisch und griechisch, Cafés und Biergärten nun noch vielfältiger wird“, sagt Stephanskirchens Bürgermeister Karl Mair.

Auch Vermieter Hermann Fröhler zeigt sich begeistert. Er sei zuversichtlich, dass die Pächter diesmal länger bleiben.

Viele Pächter gingen pleite

Die Betreiber haben in der Vergangenheit immer wieder gewechselt. Eine Konsumgenossenschaft hat den Laden laut Fröhler zuerst von ihm gemietet. Danach ist ein Schlecker-Drogeriemarkt eingezogen. Nach der Pleite des Unternehmens folgten einige Lokale, darunter ein Café und ein Italiener. Zwischendurch stand der Laden leer.

Neuer Anstrich und mehr Parkplätze: Das Restaurant „ban bè“ an der Salzburger Straße 36 ist ein neuer Anziehungspunkt am Schloßberg. 

Zuletzt hat es Fröhler zufolge viele Interessenten gegeben. Ungefähr 30 potenzielle Pächter hätten sich gemeldet. Den Zuschlag haben die Geschäftsführer Ba Tuan Nguyen, Ngoc Lan Pham und ihre Familie bekommen.

Das „ban bè“ liegt an der Salzburger Straße in Stephanskirchen.

Sie haben den Laden zu einem Restaurant umgebaut – mit Samtbänken, Sitznischen und vielen Maneki-nekos, den typischen Winkekatzen. Neben der Einrichtung hat sich auch die Parksituation geändert: Es gibt viele neue Stellplätze für Besucher.

In jeden Tisch ist ein Grill eingelassen.

Junior-Chef Hai Nguyen (28) hofft, dass das Gesamtkonzept die Gäste überzeugt. Er hört nicht auf zu reden, hat viel zu erzählen. „Ich bin schon etwas nervös“, sagt er. Doch alles ist bereit für die Eröffnung. Die Regale sind befüllt, die Räume dekoriert und die Köche stehen in den Startlöchern. In jeden der 25 Tische ist ein Grill eingelassen – „natürlich original aus Korea“.

Fisch oder Fleisch vom Grill

Darauf grillen die Gäste ihr Fleisch. Und davon gibt es Nguyen zufolge eine große Auswahl, vom Iberico-Schwein bis zum Black Angus oder Wagyu-Rind. Aber auch für Meeresfrüchte-Fans gibt es eine Platte mit Garnelen, Tintenfisch und Fischfilets. Als Beilagen gibt es Kimchi (fermentiertes Gemüse), Reis, Salat, andere saisonale Produkte und verschiedene Soßen.

Präsentieren den koreanischen Grill: (von links) Quynh Anh Nguyen, Helena Leitner und Hai Nguyen.

Erfahrung hat die Familie jedenfalls mit der Gastronomie und mit asiatischem Produkten. Nguyen zufolge haben sie einen Großhandel in Ismaning, einen Einzelhandel in Freising und ein Lokal in Mainburg und Neubeuern betrieben.

Ein Kirschblütenbaum in dem Lokal.

Aktuell führt die Familie das Restaurant „HQ Rosenheim – Vegan Cuisine“ in der Stadtmitte, den Asiamarkt Ngoc Lan und das zugehörige Restaurant in der Innstraße, sowie das „HQ Prien – Vietnamese Cuisine“. Angefangen habe alles, weil Vater und Mutter im Laden gekocht haben. Immer mehr Kunden wollten das Essen probieren, und so entstand die Idee, Restaurants zu betreiben.

Die Bar des neuen Restaurants.

Im „ban bè“ wird es vorerst nur Vorspeisen und Menüs geben, das günstigste kostet rund 27 Euro, das teuerste 50 Euro. Wok-Gerichte wird es Nguyen zufolge später auch geben, aber vorerst wolle sich die Familie auf das Barbecue konzentrieren.

Die Köche kommen aus Vietnam. „Wir arbeiten mit einer Kochschule aus Hanoi“, sagt der Juniorchef. Ein oder zwei Jahre nach ihrer Ausbildung kämen die Köche für vier Jahre nach Deutschland.

Jeder soll sich willkommen fühlen

Doch warum gerade koreanisches Barbecue? „Meine Eltern sind sehr geschäftstüchtig“, sagt Nguyen. Sie seien durch Deutschland gereist, auf der Suche nach neuen Trends. Und „der Renner“ sei aktuell koreanisches Barbecue. Das Restaurant solle kein Fünf-Sterne-Lokal werden, sondern ein Ort für alle Menschen. Deshalb hat die Familie das Restaurant „ban bè“ genannt – das bedeutet „Freund“ auf vietnamesisch. Jeder solle sich willkommen fühlen, wie ein Freund der Familie.

Am Eröffnungstag ist das Lokal Mitarbeiterin Helena Leitner zufolge ausreserviert. Jeder Tisch bekomme ein bis drei Flaschen Soju geschenkt, eine Spirituose aus Korea. Damit könnten die Gäste koreanische Trinkspiele spielen. Denn eines wünscht sich Juniorchef Nguyen: „Sie sollen die Kultur kennenlernen.“

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