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„Jedes Kind zählt“

Von Prien in die Welt: Weihnachten im Schuhkarton hilft bedürftigen Kindern

Barbara Hedrich, die in Prien die diesjährige Sammelaktion organisiert, half zuletzt beim Verteilen der Päckchen in Schulen, Kindergärten und Waisenhäusern Weißrusslands mit. Das Bild zeigt sie mit beschenkten Kindern.
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Barbara Hedrich, die in Prien die diesjährige Sammelaktion organisiert, half zuletzt beim Verteilen der Päckchen in Schulen, Kindergärten und Waisenhäusern Weißrusslands mit. Das Bild zeigt sie mit beschenkten Kindern.

Noch bis 15. November können Kartons voller Glück bei den Annahmestellen in Prien und weiteren Chiemgau-Gemeinden abgegeben werden. „Jedes Kind zählt“ lautet heuer das Motto der Aktion, die weltweit bedürftige Kinder beschenkt. Mit dabei: Barbara Hedrich, die in Prien die Fäden in der Hand hält.

Prien – Auch wenn das Herbstwetter noch kaum jemanden an Weihnachten denken lässt – der Startschuss für „Weihnachten im Schuhkarton“ ist gefallen und nur noch bis 15. November ist Zeit, ein Päckchen gefüllt mit Überraschungen abzugeben, bis alle Kartons auf ihre Reise in die Krisenregionen der Welt gehen. Sie erreichen Kinder, die noch nie ein Geschenk zu Weihnachten bekommen haben. Die mit ihren Familien in Armut leben oder keine Eltern haben. Fleißige Helfer haben wieder Sammel- und Annahmestellen in Prien und Umgebung eingerichtet.

Ohne Mantel oder Jacke warten sie

Eine der ehrenamtlichen Helferinnen in Prien ist Barbara Hedrich, die vor Ort die Sammlung organisiert. Seit 13 Jahren beteiligt sich die gebürtige Freilassingerin schon. Und hat selbst die bewegenden Momente miterlebt, wenn Kinder eines der Päckchen überreicht bekommen.

Sie beschreibt unserer Zeitung eine Szene, wie sie sich immer wieder abspielt: Die Kinder warten und warten in der Kälte, manche haben noch nicht einmal einen Mantel oder eine Jacke an. Alle schauen neugierig auf die Ehrenamtlichen, die Berge von bunten Paketen aus einem Lkw ausladen.

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In den vergangenen Jahren fuhr Hedrich mit weiteren Helfern nach Weißrussland. Denkt sie an die Reaktion der Beschenkten, bekommt noch immer feuchte Augen, wenn sie einerseits an die Armut der Menschen, andererseits an die strahlenden Kinderaugen denkt. „Jedes Päckchen und jede Spende ist eine Investition in das Leben von Kindern, die oft gar nicht so weit weg häufig in erbärmlicher Armut leben“, findet Hedrich.

In die Päckchen dürfen die Spender alle Arten von Spielsachen, Süßigkeiten, Schulsachen und Hygieneartikel stecken und den Schuhkarton in Geschenkpapier wickeln. „Oft sind die Kartons liebevoll verziert und mit persönlichen Grüßen versehen“, freut sich Hedrich.

Es wird auch fleißig gestrickt

„Es gibt viele gute Möglichkeiten zu helfen, von Krieg oder Armut gezeichneten Kindern eine persönliche Freude zu bereiten und ihnen das Gefühl zu geben, dass irgendwo auf dieser Welt jemand an sie denkt, damit also auch Hoffnung zu schenken, ist eine besonders liebevolle Art“, so Barbara Hedrich, die sich schon seit vielen Jahren auch für Waisenkinder auf den Philippinen engagiert und mit immer wieder neuen Ideen Hilfsaktionen startet. So rief sie vor Jahren unter anderem die Gruppe „Stricklieseln“ ins Leben, die mit viel Fleiß und Freude auch heuer wieder das ganze Jahr über Tausende Socken, Schals und Mützen als Beigabe für „Weihnachten im Schuhkarton“ strickten. „Wir haben auch heuer wieder tausende Mützen, Schals und Socken gestrickt und schon jetzt den letztjährigen Rekord von 2222 Mützen geknackt“, lacht Hedrich. Sie und ihr Team aus fleißigen Helfern hatten 2020 mit dem Versand von 3000 Päckchen alle Hände voll zu tun.

Helfende Hände erwünscht

„Weihnachten im Schuhkarton“ wird von zahlreichen Politikern und Prominenten unterstützt. Die Freude der Mädchen und Jungen, die zu Weihnachten einen bunt beklebten Schuhkarton bekommen haben, „ist unermesslich und oft auch unvergesslich“, wie ehemalige Empfängerkinder Hedrich immer wieder berichten. Wer sie und ihr Team unterstützen will, Fragen hat oder auch als Kindergräten Interesse beim Mitmachen hat, kann sich bei ihr unter Telefon 0163/-9190901 oder 08654/589 4024 melden.

seit 26 Jahren auch in Deutschlandt

Das diesjährige Motto der Aktion lautet „Jedes Kind zählt“. Es ist die weltweit größte Hilfsaktion dieser Art, von den Barmherzgen Samaritern ins Leben gerufen und seit 26 Jahren auch im deutschsprachigen Raum angesiedelt, bei der für bedürftige Kinder aus Krisenregionen liebevoll gepackte Geschenkkartons gesammelt werden. Zahlreiche soziale Einrichtungen sammeln die Päckchen, die von freiwilligen Helfern zu den Kindern gebracht werden.

Allein 2020 wurden weltweit rund zehn Millionen Päckchen in 100 Ländern verteilt. Zusammengearbeitet wird mit Kirchen und Hilfsorganisationen vor Ort zusammen, die wissen, wo die Not am größten ist.

Tipps zum Packen der Schuhkartons

Einen handelsüblichen Schuhkarton mit Weihnachtspapier bekleben (Schachtel und Deckel getrennt). Altersgruppe (2 - 4, 5 - 9 oder 10 - 14 Jahre) und Junge oder Mädchen beschenkt wird, auf dem Karton vermerken. Hinein darf alles, was Kindern Freude bereitet, aber auch Hygieneartikel und Schulsachen. Den Karton nur mit einem Gummi zuhalten, denn die Helfer müssen noch einmal jeden einzelnen Inhalt überprüfen.

Annahmestellen in der Nähe

Die Helfer bitten darum – freiwillig und nur, wenn möglich – 10 Euro zusätzlich zu geben, um die hohen Transportkosten mitzutragen. Zur Annahme der erwarteten Flut von Päckchen bereit erklärt haben sich (Auswahl):

Prien : Evangelisches Pfarramt, Kirchenweg 13

Atzing :Jacki Bloch, Stettenstraße 13

Übersee : Evangelische Kirchengemeinde, Grassauerstraße 19

Grassau: Schuhhaus Steindlmüller, Bahnhofstraße 5, TOP-Getränkemarkt, Bahnhofstraße 11

Bergen: Schreibwaren Oster, Dorfplatz 2

Traunstein: St. Georg- Apotheke, Permanederstraße 23, Chiemgau-Kiste, Mühlgasse 18a.

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