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Nach Landtagswahl: AfD-Politiker äußert sich zu umstrittenem Auftritt

"Neger"-Rede in Willing: Winhart entschuldigt sich öffentlich

Andreas Winhart entschuldigt sich für seine Rede in Willing Ende September.
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Andreas Winhart entschuldigt sich für seine Rede in Willing Ende September.

Landkreis Rosenheim/Bad Aibling - Ende September entgleisten Andreas Winhart im Rahmen eines AfD-Wahlkampfauftritts in Willing die Worte: Er polterte lautstark gegen Migranten und Asylbewerber. Das Entsetzen war groß. Jetzt folgt die Entschuldigung - nachdem seit dem Wahlsonntag feststeht, dass der AfD-Politiker eine Chance auf Einzug in den Landtag hat.

Worte wie "Neger" standen im Raum. Wer nicht wolle, dass Albaner und Kosovaren als "mobile Pflegekräfte nach Hause

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kommen und die Bude ausräumen", solle sein Kreuz bei der AfD machen. Laut Winhart sei es außerdem durch die Flüchtlinge zu weitaus mehr HIV-, Krätze- und TBC-Fällen im Landkreis gekommen sei - was kurz darauf vom Landratsamt und Robert-Koch-Institut wiederlegt wurde.

Aussagen wie diese fielen bei der Wahlkampfrede des Afd-Direktkandidaten des Stimmkreises Rosenheim-Ost in Willing bei Bad Aibling und sorgten für Empörung. Winhart erhielt eine Strafanzeige wegen Volksverhetzung. 

Kritik habe sich ausschließlich an Gesundheitsbehörden gewandt 

Nun nimmt der AfD-Politiker öffentlich Stellung zu seiner Rede vom 30. September. In einem Facebook-Post entschuldigt sich Winhart am Montagmittag, dem Tag nach den Landtagswahlen

"Es tut mir leid, dass ich im Zuge meiner Rede in Willing Schwarzafrikaner nicht politisch korrekt angesprochen habe", lauten die einleitenden Worte des Posts auf Winharts Facebook-Seite. Dies sei seinem Ärger geschuldet gewesen, dass die Bevölkerung nicht in ausreichendem Maße geschützt oder in notwendigem Maße darüber aufgeklärt werde. Seine Aussagen hätten zu berechtigter Kritik geführt. 

Winhart weiter: "Da ich einer Generation angehöre, der diese Begriffe im täglichen Sprachgebrauch begegneten, sei es als Süßspeise oder in diversen literarischen Erzählungen, ist dies vielleicht nachempfindbar. Bei meiner Aussage ging es vom Kern her ausschließlich um die Kritik an den Gesundheitsbehörden." 

Die Kommentare unter der Entschuldigung Winharts: gemischt. Viele wettern unter dem Post von 12.08 Uhr gegen den Politiker. "Totaler Griff ins Klo (...) absolut nicht mehr tragbar!" schreibt einer. "Jetzt geht ihm der Rassistenarsch aber auf Grundeis!" ein anderer. "Jetzt kommt mal alle wieder runter...." und "Was hat er denn Schlimmes gesagt" sagen die anderen. 

Im Raum steht auch die Frage, inwiefern die öffentliche Entschuldigung in Zusammenhang mit den Ergebnissen der Landtagswahl vom 14. Oktober im Stimmkreis Rosenheim-Ost. Laut den Wahlanalysen habe Winhart nämlich eine reelle Chance, als Listenkandidat in den Landtag einzuziehen

mb

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