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Landgericht Nürnberg

Lebenslänglich wegen Polizistenmords für Reichsbürger

Lebenslänglich wegen Polizistenmords für Reichsbürger

24-Jährige eine Schleuserin?

Oberaudorf - Turbulente Szenen haben sich am Freitag auf der A93 abgespielt, als einer Autofahrerin bewusst wurde, dass ihr eine Kontrolle der Bundespolizei bevorstand.

Sie bremste abrupt ab und blieb unvermittelt auf der Autobahn stehen. Einige Augenblicke später gab sie wieder Gas und fuhr weiter. Die Fahnder stoppten das Fahrzeug und verhafteten die junge Frau nahe der Anschlussstelle Oberaudorf. Sie saß allein im Wagen. Der Tatvorwurf: Einschleusen von Ausländern. Die ganze Geschichte:

Kurz vor 1.00 Uhr signalisierten die Zivilfahnder der Lenkerin eines in Italien zugelassenen Pkw, dem Polizeifahrzeug zu folgen. Die Beamten wollten eine Routinekontrolle durchführen. Zu diesem Zeitpunkt erkannten sie noch mehrere Personen im Auto. Die Fahrzeugführerin folgte dem Streifenwagen ein Stück, bremste dann aber plötzlich ab. Als sie bald darauf wieder anfuhr, war außer ihr niemand mehr im Fahrzeuginneren zu sehen. An der Anschlussstelle Oberaudorf beendeten die Fahnder ihre Tour.
Offensichtlich hatte die rumänische Staatsangehörige ihre Mitfahrer während des Zwischenstopps auf der Autobahn aussteigen lassen. Nur wenig später fanden die Bundespolizisten vier Männer, die sich hinter einem nahegelegenen Gebüsch versteckt hatten. Keiner der vier konnte sich ausweisen. Sie gaben an, aus dem Irak zu stammen und zwischen 25 bis 30 Jahre alt zu sein. Für ihre mehrwöchige Flucht mussten sie tausende von Euro zahlen. Laut ersten Aussagen habe sie die 24- Jährige von Italien aus nach Deutschland gebracht.

Die Bundespolizei nahm die Iraker wegen des Verdachts der unerlaubten Einreise fest. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde einer von ihnen zunächst einer Aufnahmeinrichtung für Flüchtlinge zugeleitet. Die übrigen drei traten auf richterliche Anordnung hin die Haft zur Sicherung der Zurückschiebung an. Ihre rumänische Fahrerin musste sich Freitagnachmittag in Rosenheim vor dem Haftrichter verantworten. Dieser ordnete die Untersuchungshaft an. Die Ermittlungen der Bundespolizei gegen die mutmaßliche Schleuserin dauern an.

Pressemitteilung Bundespolizeiinspektion Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

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