"Schwedische Gardinen" statt Schweden

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Bad Feilnbach - Die Rosenheimer Bundespolizei hat am Sonntag mehrere Eritreer auf ihrer Reise nach Schweden gestoppt. Die Ausrede der Schleuser überzeugte die Beamten nicht.

Auf der A8 zogen Fahnder der Bundespolizei nahe Bad Feilnbach einen Wagen mit insgesamt acht Insassen aus dem Verkehr. Fahrer und Beifahrer konnten sich mit schweizerischen Flüchtlingspässen ausweisen. Die übrigen sechs Afrikaner hatten keine Papiere dabei. Nach eigenen Angaben handelt es sich um Eritreer im Alter von 18 bis 26 Jahren.

Trotz fehlender Aufenthaltsgenehmigungen wollten sie in Europa, insbesondere in Schweden, bleiben, da dort bereits Verwandte von ihnen leben würden. Die zwei in der Schweiz als Flüchtlinge gemeldeten Männer versicherten, die anderen zufällig in Österreich getroffen und aus Gefälligkeit mitgenommen zu haben. Verschiedenen Schilderungen der Geschleusten zufolge kommt jedoch Mailand als Ausgangspunkt der Autofahrt in Frage.

Für diese Etappe hätten sie pro Person 650 Euro zahlen müssen. Die Reise von Afrika übers Mittelmeer nach Italien hätte sogar jeweils mehrere tausend Dollar gekostet.

Die sechs unerlaubt Eingereisten wurden zunächst in Gewahrsam genommen und nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen der Flüchtlingsstelle in München zugeleitet. Gegen den 35-jährigen Fahrzeugführer und seinen 29 Jahre alten Begleiter ermittelt die Bundespolizei wegen Einschleusens von Ausländern.

Das Amtsgericht Rosenheim ordnete ihre Untersuchungshaft an. Sie wurden in München beziehungsweise Traunstein in die Justizvollzugsanstalt eingeliefert.

Pressemitteilung Bundespolizeiinspektion Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © Picture Alliance / dpa

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