Achtjährige bei Schleuser auf A8 entdeckt

Rosenheim - Auf der A8 hat die Bundespolizei eine Achtjährige aus Syrien aus dem Auto eines tunesischen Schleusers in Gewahrsam genommen. Die Beamten haben einen Verdacht:

Die Bundespolizei hat am frühen Mittwochmorgen, den 20. November, auf der A8 kurz nach dem Inntal-Dreieck eine Achtjährige aus Syrien in Gewahrsam genommen. Die Minderjährige war offenbar ohne Erziehungsberechtigte zusammen mit drei Landsleuten, 17, 18 und 29 Jahre, von einem Tunesier mit dem Auto nach Deutschland geschleust worden.

In der Rosenheimer Dienststelle konnte das Mädchen noch am selben Tag von ihren Eltern in die Arme geschlossen werden. Diese hatten sich und drei ihrer Kinder einem mutmaßlichen Schleuser aus Marokko anvertraut. Auch der Marokkaner wollte mit dem Auto über die A8 Richtung München fahren. Raublinger Schleierfahnder beendeten diese Fahrt.

Im Verlauf der Ermittlungen fanden die Bundespolizisten heraus, dass das achtjährige Mädchen zu der Familie aus dem anderen Schleusungsfall gehört. Offenbar war sie ursprünglich bei der Einteilung der Schlepperfahrten von ihren Angehörigen getrennt worden. Die wieder vereinte sechsköpfige Familie wurde zusammen mit den anderen drei Syrern einer Aufnahmestelle für Flüchtlinge zugeleitet.

Auf Anordnung des Rosenheimer Amtsgerichts mussten die zwei Fahrzeugführer die Untersuchungshaft antreten. Beide stritten ab, dass es sich bei ihren Fahrten um organisierte Schleusungen handelte. Ersten Erkenntnissen der Bundespolizei zufolge hatten die Syrer an unbekannte Mittelsmänner jedoch viel Geld für die einzelnen Etappen zu zahlen. Alleine die Fahrt von Italien nach Deutschland soll die syrische Familie über tausend Euro gekostet haben.

Pressemitteilung Bundespolizeiinspektion Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © Bundespolizei

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