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Drei zu eins

Rosenheim - Drei zu eins – das ist das Verhältnis von gefälschten zu echten Papieren eines Afghanen gewesen. Nun wartet allerdings ein echtes Gefängnis auf ihn.

Die Rosenheimer Bundespolizei hat ihn am Montag, 13. Februar, ins Gefängnis eingeliefert. Der Mann war tags zuvor in einem Reisebus aus Kalabrien auf der A 8 festgenommen worden. Bei der Kontrolle der Businsassen am Parkplatz „Im Moos“ konnte der 25-Jährige lediglich einen gültigen afghanischen Reisepass vorzeigen. Ein Visum oder eine Aufenthaltsgenehmigung für Deutschland besaß er nicht.

Daher wurde er wegen des Verdachts der unerlaubten Einreise festgenommen. Die Fahndungsprofis beließen es jedoch nicht dabei, den Afghanen aus dem Bus hinaus zu begleiten, sondern nahmen seinen Platz genau unter die Lupe. Mit Erfolg: Unter seinem Sitz zogen die Bundespolizisten einen internationalen Führerschein hervor.

Es handelte sich um eine glatte Fälschung. Bei der Durchsuchung des Mannes fanden die Beamten wenig später zwei weitere gefälschte internationale Führerscheine aus Afghanistan. Wie die Ermittlungen ergaben, hat sich der Festgenommene bereits in Italien in einem Asylverfahren befunden. Die Beamten zeigten ihn wegen illegaler Einreise und Verschaffens von falschen amtlichen Ausweisen an. Aufgrund der klaren Sachlage beantragte die Staatsanwaltschaft Rosenheim, ein „Beschleunigtes Verfahren“ durchzuführen. Der Richter verurteilte den Vorgeführten zu einer Geldstrafe in Höhe von 450 Euro.

Da der afghanische Staatsangehörige diese Summe nicht aufbringen konnte, musste er eine 90-tägige Haftstrafe im Bernauer Gefängnis antreten. Anschließend wird er Deutschland voraussichtlich in Richtung Italien verlassen müssen.

Pressemitteilung Bundespolizeiinspektion Rosenheim

Rubriklistenbild: © Bundespolizei

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