Schleifahnder schnappen Rumänen mit "Autobahngold"

Bad Aibling - Bayerische Schleierfahnder beschlagnahmten auf der Autobahn Fälscherware von einer Gruppe Rumänen. Ein Frau musste hinter Gittern - ihr Baby gab sie kurzerhand ihrem Mann:

Am Donnerstagvormittag fiel den bayerischen Schleierfahndern auf der Autobahn bei Bad Aibling ein Konvoi von drei Fahrzeugen auf. Einem Pkw, Mercedes, mit bulgarischem Kennzeichen folgten zwei Autos der Marke Audi und Mercedes mit Kurzzeitkennzeichen aus Berchtesgaden Richtung München. Die Kontrolle der drei Fahrzeuge brachte Erstaunliches zum Vorschein.

Zunächst fanden sich gut versteckt zwei deutsche Kennzeichenpaare mit Fahrzeugpapieren. Diese waren zur Entstempelung und Sicherstellung ausgeschrieben. Ferner führte die vielköpfige Personengruppe rumänischer Staatsangehörigkeit über ein Kilogramm „Autobahngold“ mit sich – ebenfalls gut versteckt unter Kinderwäsche. Die wertlosen Ketten und Ringe täuschen hochwertiges massives Gold vor und sollen üblicherweise in Deutschland bei Vortäuschung angeblicher Notlagen „günstig“ an Gutgläubige verkauft werden. Mehrere der Kontrollierten sind hierbei in Deutschland schon in Erscheinung getreten und polizeilich bekannt. Zum Schutz der Bevölkerung wurde die gesamte Fälscherware beschlagnahmt.

Ein 28-jähriger Rumäne hatte in diesem Zusammenhang noch einen Strafbefehl wegen Betruges offen. Er wurde festgenommen und nach Zahlung von 260 Euro wieder auf freien Fuß gesetzt. Anders erging es einer 24-jährigen Rumänin. Gegen sie bestand ein Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Kleve wegen Raubes. Sie hatte zusammen mit einer Mittäterin 2013 versucht, einer Frau eine Kette aus „Autobahngold“ zu verkaufen und gleichzeitig deren Halskette zu stehlen. Als dies misslang, wollte die Mittäterin das Schmuckstück mit Gewalt abreißen. Passanten gingen dazwischen. Die Täterinnen flüchteten.

Nun endete die Flucht der 24-jährigen Rumänin bei der Kontrolle durch die bayerischen Schleierfahnder. Sie wurde festgenommen und geht für längere Zeit in Haft. Sie nahm es gelassen und überließ ihrem mitreisenden Ehemann das erst 18 Monate alte Kleinkind. Diesen schien die Entwicklung ebenfalls nicht zu beunruhigen.

Pressemeldung Polizeiinspektion Fahndung Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

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