Drei Länder beteiligten sich an Lkw-Kontrollen

Bad Aibling - Die Verkehrspolizei Rosenheim unternahm gemeinsam mit Beamten aus Innsbruck und Sterzing eine Kontrolle des Schwerlastverkehrs. Mehr als 120 Lkw wurden kontrolliert.

Bei einer zweitätigen Schwerverkehrskontrolle durch die Verkehrspolizeiinspektion Rosenheim am Kontrollplatz „Im Moos“ konnten gemeinsam mit Kollegen der Verkehrsabteilung Innsbruck und Verkehrspolizei Sterzing mehr als 120 Lastzüge einer Überprüfung unterzogen werden.

14 Schwerfahrzeuge wurde an den beiden Tage die Weiterfahrt untersagt und die Fahrer mussten die festgestellten Mängel an Ort und Stelle beheben beziehungsweise beheben lassen.

Mit 46 beanstandeten Fahrzeugen lag die Quote bei über 38 Prozent. Die Feststellungen der Beamten erstreckten sich auf den Bereich mangelhafte Ladungssicherung, technischer Mängel am Fahrzeug, Lenkzeitverstöße und Verstöße gegen das Gefahrgutrecht.

Als gravierender Fall kann ein niederländischer Transport, der in Italien beladen wurde, angesehen werden. Die Gefahrgutladung war völlig ungesichert, in nicht geeigneten und teilweise beschädigten Verpackungen befördert worden. Bei der Kontrolle wurde das Ladegut verstreut auf der Ladefläche des Lkw festgestellt. Die Kennzeichnung der Gefahrgutladung war ebenfalls nicht vorhanden. Die Verpackungen selbst waren über das Zulässige hinaus beladen worden und konnten somit eine sichere Aufnahme des Ladegutes nicht mehr gewährleisten. Gegen den Verlader und den Verpacker in Italien wurde ein Bußgeldverfahren eingeleitet. Das Fahrzeug wurde sichergestellt und wurde in einer Fachfirma bei Rosenheim zur Umladung und Reinigung begleitet. Von der Firma wurde ein Sicherheit in Höhe von 2500 Euro einbehalten.

Ein türkischer Lkw-Lenker wurde bei der Kontrolle mit einem stark nach rechts hängenden Sattelzug festgestellt. Die Überprüfung der Ladung ergab, dass die verladenen Paletten mit Garn nicht gesichert waren. Die fehlende Ladungssicherung führte dazu, dass die Garnspulen während der Fahrt nach rechts verrutschten und so die Neigung des Fahrzeuges verursachten. Durch diese Neigung war für den Fahrer die Sicht nach hinten teils erheblich eingeschränkt. Die weitere Überprüfung brachte ans Licht, dass sich der Fahrer auch nicht an die gesetzlichen Lenk- und Ruhezeiten gehalten hatte. Auch gegen diesen Fahrer wurde ein Bußgeldverfahren eingeleitete und er musst an Ort eine Sicherheit in Höhen von 270 Euro hinterlegen.

Auftretende Sprachschwierigkeiten, insbesondere mit italienischen Fahrern, konnten durch die Anwesenheit der Verkehrspolizei Sterzing gelöst werden. Aber nicht die Dolmetschertätigkeit steht im Vordergrund der gemeinsamen Kontrolle, sondern der Abgleich der Kontrollmethoden der einzelnen Kontrollgruppen. Mit dieser länderübergreifenden Aktion und dem Abgleich der Kontrollmethoden kann im internationalen Verkehr die Verkehrssicherheit auf der Route Brenner - München erheblich gesteigert werden.

Im gegenseitigen Einverständnis wurde bereits die nächste Kontrolle abgesprochen, dann in Italien, mit den Verkehrspolizisten aus Rosenheim als Gästen.

Pressemeldung Verkehrspolizeiinspektion Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © picture-alliance/ dpa

Zurück zur Übersicht: Polizei

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser