Zahl der Straftaten steigt an

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Bad Aibling - Immer mehr Straftaten und eine steigende Aufklärungsquote - beim Sicherheitsgespräch zog der Leiter der Polizeiinspektion Bad Aibling jetzt Bilanz:

Am Mittwoch hatte der Leiter der Polizeiinspektion Bad Aibling Markus Reiter und sein Stellvertreter Thomas Adami die sechs Bürgermeister der Kommunen des Dienstbereiches der Polizeiinspektion zum diesjährigen Sicherheitsgespräch zu Gast.

Besprochen wurden unter anderem die Kriminalitätsschwerpunkte sowie die Kriminalitätsbelastung in den einzelnen Kommunen.

Erster Polizeihauptkommissar Reiter konnte mitteilen, dass die Anzahl der Straftaten im Jahre 2012 um 112 Fälle auf 3038 angestiegen ist. Bayernweit verzeichnet die Statistik für 2012 wiederum einen leichten Anstieg um 0,6 Prozent.

In den Kommunen wirkte sich der insgesamt leichte Anstieg der Straftaten jedoch unterschiedlich aus.

In Bad Aibling wurden 958 (Vorjahr 924), in Kolbermoor 953 (Vorjahr 834), in Bruckmühl 595 (Vorjahr 565), in Feldkirchen-Westerham 251 (Vorjahr 223) in Großkarolinenfeld 159 (Vorjahr 227) und in Tuntenhausen 122 (Vorjahr 153) Straftaten registriert.

Die Aufklärungsquote liegt bei 61,4 Prozent. Dies ist eine Verbesserung um 2,7 Prozent. Der landesweite Durchschnitt liegt hier bei 63,2 Prozent.

Von den im Jahre 2012 ermittelten 1434 Tatverdächtigen waren 77,13% (Vorjahr 72,18%) Erwachsene, 10,25% (Vorjahr 11,82%) Heranwachsende, 9,90% (Vorjahr 12,93%) Jugendliche und 2,72% (Vorjahr 3,06%) Kinder als Täter festgestellt worden. Von der Gesamtzahl der Täter waren 317 weiblich, das sind 22,11% (Vorjahr 23,02%).

Der Anteil der Jugendkriminalität, das sind Personen unter 21 Jahren, lag bei 22,87% (Vorjahr 27,82%). Ermittelt wurden 328 Tatverdächtige, die hauptsächlich bei Diebstahlsdelikten, Körperverletzungsdelikten und anderen jugendtypischen Straftaten (wie z.B. Sachbeschädigungen und Fahren ohne Fahrerlaubnis) aufgefallen sind. 28 jugendliche Tatverdächtige wurden wegen eines Drogendeliktes angezeigt (Rückgang um 32 Anzeigen).

Der Ausländeranteil an der Gesamtkriminalität lag bei 22.10% (Vorjahr 25,45 %). An der Gesamtbevölkerung des Dienstbereiches der Polizeiinspektion Bad Aibling haben die ausländischen Staatsbürger einen Anteil von 8,96 % (Vorjahr 9,72 %).

Insgesamt kann von einer guten Sicherheitslage im Dienstbereich der Polizeiinspektion Bad Aibling gesprochen werden. Dies spiegelt sich auch in der Häufigkeitszahl wider, die im Dienstbereich bei 3849 (Vorjahr 3738) liegt. Diese Zahl errechnet sich aus den bekannt gewordenen Straftaten, hochgerechnet auf 100.000 Einwohner. Im Vergleich dazu liegen die Zahlen aus dem Gesamtbereich des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd bei 4518 und bayernweit bei 4977.

Die Anzahl der Verkehrsunfälle im Bereich der Polizeiinspektion Bad Aibling ist im Vergleich zum Vorjahr um 101 Unfälle angestiegen, auf 1662, wobei 81 Wildunfälle mehr zu verzeichnen waren als im Vorjahr (insgesamt 301), was sich natürlich bei den Gemeinden niederschlägt.

Die Zahl der Verkehrsunfälle mit Personenschaden beläuft sich auf 305, mit insgesamt 401 Verletzten (Vorjahr 397 Verletzte) und einer tödlich verletzten Person.

Im Gemeindegebiet von Bad Aibling ereigneten sich 488 (Vorjahr 458) Verkehrsunfälle, in Kolbermoor 379 (Vorjahr 422), in Bruckmühl 295 (Vorjahr 272), in Tuntenhausen 213 (Vorjahr 173) in Feldkirchen-Westerham 157 (Vorjahr 170) und in Großkarolinenfeld 130 (Vorjahr 70).

Als Hauptunfallursache bei den schwereren Verkehrsunfällen sind nach wie vor überhöhte und der Situation nicht angepasste Geschwindigkeit sowie Fahren unter Alkoholeinfluss zu nennen. Bei 26 Unfällen unter Alkoholeinfluß (Vorjahr 34) wurden 17 Personen verletzt (Vorjahr 23).

Unter dem Einfluß von Drogen waren 30 Kraftfahrzeugführer im Dienstbereich unterwegs, bevor ihre Fahrt durch die Polizei beendet wurde.

An Verkehrsunfallfluchten hatten die Beamten der PI Bad Aibling, rein rechnerisch, täglich eine Verkehrsunfallfluchtanzeige aufzunehmen (366, Vorjahr 371).

Pressemitteilung Polizeiinspektion Bad Aibling

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © picture-alliance/ dpa

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