Sicherheitsbericht der Polizei Altötting

Straftaten auf 5.367 Fälle zurückgegangen

Altötting - Die Polizeiinspektion Altötting veröffentlichte den Sicherheitsbericht des vergangenen Jahres. Dabei ist ein Rückgang der registrierten Straftaten zu bezeichnen.

Struktur des Dienstbereiches in Altötting

Der Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion Altötting erstreckt sich über die Städte Altötting, Burgkirchen/OT Gendorf , Emmerting, Erlbach, Garching/Alz (ohne OT Wald) , Kastl, Marktl (ohne OT Bergham), Neuötting, Perach, Pleiskirchen, Reischach, Stammham, Teising, Töging/Inn, Tüßling, Winhöring und Unterneukirchen mit insgesamt etwa 72.000 Einwohnern (Stand Dezember 2015).

Neben den eher ländlichen Gebieten im Norden und Osten des Dienstbereiches umfasst der Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion auch umfangreiche Industriegebiete. So arbeiten in den Industrieanlagen auf dem Gelände der ehemaligen Hoechst-AG - jetzt Industriepark Werk Gendorf - etwa 4000 Menschen. Im Werk Hart an der Alz der Firma AlzChem und ASK (ehemalig SKW) sind rund 450 Personen beschäftigt (Stand Februar 2016).

Außerhalb des Dienstbereichs der Polizeiinspektion Altötting ist für den Landkreis Altötting die Polizeiinspektion Burghausen im südöstlichen Bereich zuständig. Die Ermittlung und Verfolgung schwerer Kriminalität obliegt der Kriminalpolizeistation Mühldorf, deren Bereich sich über die Landkreise Mühldorf und Altötting erstreckt.

Kriminalitätslage im Landkreis Altötting

Nach einem Anstieg der Kriminalität im Jahr 2015 sind im Jahr 2016 die registrierten Straftaten um 109 Taten auf 5.367 Fälle zurückgegangen.

Im Jahr 2016 wurden im Landkreis Altötting 4528 Straftaten in der um die ausländerrechtlichen Delikte bereinigten PKS registriert. Das entspricht einer Zunahme um 3,6 %. Es wurden 159 Fälle mehr als im Vorjahr registriert. Die Häufigkeitszahl (HZ), das heißt die statistische Anzahl der registrierten Straftaten pro 100.000 Einwohnern beträgt im Landkreis Altötting 4174 (PP Oberbayern Süd: 4167; Bayern: 4785)

Entwicklung im Zuständigkeitsbereich der Polizei Altötting

Die Zahl der registrierten Straftaten sank im Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion Altötting um 107 Taten auf 2872 (nach statistischer Tatortzuständigkeit). Dies entspricht einem Rückgang der registrierten Kriminalität von 3,6 %.

Die Aufklärungsquote betrug 66,3 % (im Vergleich zu 70,6 % im Vorjahr), diese lag somit 0,4 % über der bayernweiten Quote von 65,9 %.

Entwicklung nach Delikten:

Die meisten in einem einzelnen Deliktfeld registrierten Straftaten waren Diebstähle jedweder Art mit insgesamt 810 Fällen (28,2 % der gesamten Kriminalität). Festzustellen ist in diesem Zusammenhang, dass die Zahl der schweren Diebstähle, zu denen unter anderem die Wohnungseinbrüche zählen, im Jahresverlauf gestiegen ist (25 Fälle mehr im Vergleich zum Vorjahr).

Wie die Jahre zuvor umfasst der Bereich der „sonstigen Straftaten nach dem Strafgesetzbuch“ die zweithöchste Zahl an Fällen. Nach einem Rückgang 2015 auf 677 stieg die Zahl der Taten aber im Jahr 2016 wieder auf 729 an. Der Hauptanteil der sonstigen Straftaten fällt in den Bereich jedweder Sachbeschädigung mit 330 Fällen (+17 Fälle).

Im Bereich der sogenannten„Straßenkriminalität“ musste eine Steigerung um 3,7 % auf nunmehr 503 Fälle festgestellt werden. (Das Feld Straßenkriminalität umfasst jegliche Delikte - derzeit 17,5 % der Gesamtkriminalität - welche im öffentlichen Verkehrsraum stattfinden). Fast konstant blieb im Berichtsjahr die Zahl der „Rohheitsdelikte“. Im Vergleich zu 462 Fällen im Jahr 2015 wurden im Jahr 2016 465 Fälle registriert. Dieses Deliktfeld, mit einer Aufklärungsquote von 91,0 %, steht somit auf Platz vier in der Statistik.

Den Hauptanteil an den Rohheitsdelikten bilden Körperverletzungsdelikte einfacher oder schwerer, beziehungsweise gefährlicher Natur mit 359 Anzeigen im Jahresverlauf.

Im Bereich der Vermögens- und Fälschungsdelikte konnte ein Rückgang festgestellt werden. Hier betrug die Anzahl der registrierten Straftaten im Jahr 2016 440 Fälle. Insbesondere die Anzahl der Betrugsdelikte sank um 17,5 % auf 326 Fälle.

Hingegen musste ein Anstieg der Rauschgiftkriminalität um 37 % auf insgesamt 126 Fälle verzeichnet werden. Der Anteil von Straftaten nach dem Betäubungsmittelgesetz beträgt somit 4,4 % der Gesamtkriminalität.

Entwicklung nach Personen:

Im Verlauf des Jahres 2016 wurden im Bereich der Polizeiinspektion Altötting gegen 1453 Personen wegen Straftaten im Landkreis Altötting Ermittlungsverfahren angestrengt. Darunter waren 1094 Personen männlichen Geschlechts und lediglich 359 (24,7 %) weiblich. Die Anzahl nichtdeutscher Personen lag 2016 mit 511 bei 35,2 % aller Straftäter. Im Vergleich zum Vorjahr ein Rückgang um 18,5 %.

Die Verteilung auf die strafrechtlich relevanten Lebensalter stellt die folgende Übersicht dar:

In den Vorjahren waren die meisten ermittelten Kinder als Täter eines Ladendiebstahles auffällig geworden. In der Altersgruppe der Jugendlichen und Heranwachsenden spielte weiterhin neben dem vorgenannten Deliktsbereich auch der Körperverletzungsbereich eine dominante Rolle. Diese Tendenz war auch im Jahr 2016 zu erkennen. Allerdings waren in diesem Jahr viele Straftaten von Kindern und Jugendlichen im Bereich des Aufenthalts- und Asylgesetzes mit insgesamt 208 Fällen zu verzeichnen. Im Vergleich zum Vorjahr konnte hier aber ein deutlicher Rückgang um 171 Fälle (45,1 %) verzeichnet werden.

Entwicklung in den einzelnen Gemeinden:

Die Zuordnung einzelner Tatorte zu den Gemeinden im Dienstbereich der Polizeiinspektion Altötting wird in der folgenden Tabelle dargestellt. Die Häufigkeitszahl beschreibt die Anzahl der angezeigten Straftaten in Bezug auf 1000 Gemeindebewohner.

Pressemeldung der Polizeiinspektion Altötting

Quelle: innsalzach24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / Patrick Pleul (Symbolbild)

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