Mit "Zahlen bitte" freigekauft

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Altötting - Ein Wirtshausbesitzer rief die Polizei, um eine Auseinandersetzung schlichten zu lassen. Den Polizisten fiel jedoch auf, dass der Mann noch etwas zu bezahlen hatte.

Ein Wirtshausstreit im Dienstbereich der Polizeiinspektion Altötting nahm in der Nacht vom 4. auf den 5. Mai einen etwas anderen Verlauf, als er vorher angedacht war. Ein 32-jähriger Mann hatte im Umfeld eines Lokal eine verbale Auseinandersetzung, derer sich der Wirt mit Hilfe der Polizei erwehren wollte. Da der Streithahn weder Lokal noch Wirtsgarten betreten hatte und auch keine Beleidigungen zur Anzeige gebracht worden waren, verwiesen ihn die Beamten der Nachstreife des Platzes.

Dabei fiel dem Streifenführer jedoch ein, dass der Wirt zur Zeit auch nicht ganz „ohne“ sei. Insbesondere die Justiz war auf ihn wegen einer nichtbezahlten Geldstrafe in Höhe von 1.800 Euro wegen Betruges nicht gut zu sprechen, was sich in einem offenen Haftbefehl niedergeschlagen hatte. Um nicht für 45 Tage auf Staatskosten freie Kost und Logis in Anspruch nehmen zu müssen, sprach der 35-jährige Gastronom seinen Gästen gegenüber ein eindeutiges „Zahlen bitte!“ aus und kaufte sich mit deren Zeche den restlichen Tageseinnahmen sowie seiner sonstigen Barschaft quasi frei.

So hat sich hier die Spruchweisheit bestätigt, dass derjenige, der mit einem Finger auf andere zeigt, eventuell mit drei Finger auf sich selbst deutet.

Pressemeldung Polizeiispektion Altötting

Quelle: innsalzach24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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