Verkehrsmoral ist nicht die beste

Landkreis - Die Polizei nahm bei ihren Schwerpunktkontrollen Raser, Gurtmuffel und alkoholisierte Fahrer ins Visier. Einige gingen ihr dabei auch ins Netz.

Wie mit dem Pressebericht vom 11.10.12 angekündigt, führte die Polizeiinspektion Altötting mit Unterstützungskräften der Verkehrspolizeiinspektion Traunstein und des Einsatzzug Mühldorf in den zurückliegenden Wochen zur Bekämpfung der Hauptunfallursachen Alkohol und Geschwindigkeit Schwerpunktaktionen durch.

Weit über 200 Kontrollen

Diese sind nun weitestgehend beendet. Die Polizei weist aber gleichzeitig darauf hin, dass im Rahmen des täglichen Streifendienst weiterhin Kontrollen in Bezug auf die Verkehrstüchtigkeit der Fahrzeugführer und Geschwindigkeitskontrollen durchgeführt werden. Bei den Schwerpunktaktionen selbst wurden weit über 200 Fahrzeuge zur Kontrolle angehalten. Als Ergebnis mussten sechs Strafanzeigen erstattet werden. Dreimal wegen Trunkenheit im Verkehr, wobei hier zweimal Fahrzeugführer einen Alkoholwert von über 1,1 Promille intus hatten. Die Führerscheine der Personen wurden an Ort und Stelle sichergestellt. Einmal führte ein Fahrzeugführer sein Fahrzeug unter Drogeneinfluss. Bei den weiteren drei Strafanzeigen führten die Fahrzeugführer ihre Fahrzeuge ohne im Besitz der erforderlichen Fahrerlaubnis zu sein.

Bei zwei kontrollierten Verkehrsteilnehmern wurden Alkoholwerte im Bereich einer Verkehrsordnungswidrigkeit (Bereich von 0,5 bis 1,09 Promille) festgestellt. Sie dürfen zwar ihren Führerschein vorerst behalten, müssen aber in naher Zukunft mit einem mehrwöchigen Fahrverbot und einem saftigen Bußgeld rechnen. Die weiteren kontrollierten Fahrzeugführer führten erfreulicherweise ihre Fahrzeuge ohne vor Fahrtantritt alkoholische Getränke konsumiert zu haben, oder mit tolerierbaren bzw. sich unterhalb der vom Gesetzgeber festgelegten Grenzwerte befindlichen Alkoholwerten.

Zahlreiche Autofahrer zu schnell

Bei den durchgeführten Geschwindigkeitskontrollen musste leider festgestellt werden, dass sich zahlreiche Verkehrsteilnehmer immer noch nicht an die vorgeschriebenen Geschwindigkeiten halten. Bei 13 Geschwindigkeitskontrollen mit Laser- und Radargeräten mussten 28 Verkehrsteilnehmer angezeigt und 88 gebührenpflichtig verwarnt werden. Der Schnellste war auf Staatsstraße 2108 im Altöttinger Forst mit 167 km/h unterwegs. Ihn erwartet eine Geldbuße von 440 Euro, 2 Monate Fahrverbot und 4 „Flensburgpunkte“.

Neben diesen Ergebnissen fiel den Beamten noch auf, dass mehrere Fahrzeugführer oder Fahrzeuginsassen ihrer Gurtpflicht nicht nachgekommen waren. Zudem führten die Fahrzeuglenker häufig auch die erforderlichen Papiere nicht mit. In dieser Beziehung möchte die Polizei auch darauf hinweisen, diesen Pflichten nachzukommen.

Die Polizei möchte aber in diesem Zusammenhang auch allen sich vorschriftsmäßig verhaltenden Fahrzeugführern und Verkehrsteilnehmern ein großes Lob aussprechen und sich für ihr vorbildliches Verhalten bedanken. Nur so gelingt es die Anzahl der Verkehrsunfälle und die daraus resultierenden Opferzahlen zu senken. Gleichzeitig wird aber auch nochmals an alle Fahrzeugführer appelliert sich weiterhin nicht unter Alkoholeinfluss ans Steuer zu setzen und weiterhin den Fuß vom Gas zu nehmen.

Pressemeldung Polizei Altötting

Quelle: innsalzach24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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