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Lkw-Kontrollen an der B304

Skurrile Erlebnisse und ein Blumenstrauß für die Polizei

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Gemeinsame Lkw-Kontrolle der Inspektionen Trostberg und Wasserburg.

Amerang - Das erlebt auch die Polizei nicht alle Tage: Bei einer Lkw-Kontrolle gab es für die Beamten Blumensträuße. Ein weiterer Brummi-Fahrer überraschte die Polizisten - weniger erfreulich - dagegen mit einer fehlenden Bremse.

Am 19. April führten Beamte der Nachbardienststellen aus Trostberg und Wasserburg an der Bundesstraße B304 bei Kirchensur eine gemeinsame Lkw-Kontrolle durch. Der Parkplatz war hierfür zuvor gesperrt worden, um entsprechend Platz für die Brummis zu haben.

Blumen für die Beamten

Erneut zeigte sich, dass wenige "schwarze Schafe" solche Kontrollen notwendig machen. Neben Geschwindigkeitsüberschreitungen fiel ein niederländisches Fahrerteam auf, das die geforderten Lenkpausen und Schlafenszeiten mit einer gewissen "Eigeninterpretation" eingebracht hatte.

Ein paar Belehrungen und jeweils eine Anzeige später konnten die beiden Blumenhändler ihre Fahrt fortsetzen. Symbolisch für die dennoch freundliche Kontrolle überreichten sie ein paar Blumensträuße, die aber dankend abgelehnt werden mussten, wenngleich die Geste sehr wohl ankam.

Sattelzug fehlt Bremse

Ein weiterer Höhepunkt war ein rumänischer Sattelzug der 24 Tonnen Papierrollen transportierte. Schon beim ersten Anblick wirkte das Gespann alt und verbraucht. Wie schlimm es tatsächlich war, zeigte sich bei der anschließenden Kontrolle: Eine Bremsscheibe des Aufliegers wies auffällige Rostanhaftungen auf, die Gegenseite war aber blitzeblank! Der Grund fand sich dann rücklings auf dem Rollbrett unter dem Auflieger: Die Bremse war wohl vor geraumer Zeit fest geworden und der Bremsschlauch undicht gewesen.

Kurzerhand war der Bremsschlauch mittels Kabelbindern abgeklemmt und hochgebunden worden. Völlig "schmerzfrei" war der Fahrer also mit einer Bremse weniger unterwegs gewesen. Zudem drohte der Stahlrahmen abzufallen, der der Aufnahme von Reservereifen diente, da die Befestigungsschrauben nahezu weggerostet waren.

Sattelzug sichergestellt

Der Sattelzug wurde sichergestellt und für ein technisches Gutachten in eine Lkw-Werkstatt gezogen. Dort wurde von einem Sachverständigen noch festgestellt, dass der Ladeboden bereits stark deformiert war und getauscht werden muss.

Die Weiterfahrt wurde bis zur Behebung untersagt und wird erst nach einer sehr genauen Nachkontrolle durch einen Sachverständigen wieder gestattet. Auf den Fahrer kommt ein sattes Bußgeld zu. Eine Kaution in Höhe von über 800 Euro vermochte die Spedition schließlich beizubringen.

Pressemeldung der Polizeiinspektion Wasserburg am Inn

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