Geisterfahrer stürzte von B299 auf A94

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Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (r.) und der Präsident der Autobahndirektion Südbayern, Paul Lichtenwald, enthüllen an der Autobahnauffahrt bei Siegsdorf eine Warntafel mit der Aufschrift "Stop - Falsch".

Müldorf - 1,4 Kilometer war ein betrunkener BMW-Fahrer am Freitagabend auf der A94 als Geisterfahrer unterwegs: Wie die Polizei-Ermittlung nun zeigte, war er nach einen Unfall von der B299 auf die Autobahn gestürzt!

Mehrere Schutzengel verhinderten am Freitag um 23.40 Uhr, ein Verkehrsunglück auf der A94. Ein 46-jähriger BMW-Fahrer aus dem Landkreis Mühldorf fuhr auf der B299 von Altötting über Töging in Richtung Mühldorf. Zwischen Töging und Erharting fuhr er bei Kreuzpoint in einer leichten Rechtskurve geradeaus. Er prallte auf der linken Seite gegen die Leitplanke und kam nach links von der Fahrbahn ab. Sodann fuhr er durch einen Graben und danach eine leichte Böschung hinauf. Dort durchbrach er einen Wildschutzzaun und stürzte ca. zehn Meter in die Tiefe nach unten auf die Autobahn A 94.

Dort überfuhr er den Pannenstreifen und beide Fahrstreifen und knallte mit großer Wucht in die Mittelleitplanke. Anschließend schleuderte der BMW wieder über beide Fahrspuren zurück. Gleich entfernte sich der BMW-Fahrer von der Unfallstelle. Trotz Gegenverkehr bemerkte er seinen lebensgefährlichen Fehler nicht und fuhr weiter auf dem Standstreifen der A 94 als sog. „Geisterfahrer“ in Richtung Altötting.

Eine Frau meldete über Notruf der Polizei, dass ein Falschfahrer kurz vor der Ausfahrt Töging in falscher Richtung nach Altötting unterwegs ist. Ein weiterer Zeuge meldete der Polizei das unfallbeschädigte Fahrzeug. Der Unfallverursacher setzte aber seine Fahrt mit seinem stark beschädigten BMW in falscher Richtung fort. Nachdem er an der Anschlussstelle Töging bereits vorbei war, wendete er sein Fahrzeug und verließ an der Ausfahrt Töging die Autobahn.

Eine Polizeistreife der Polizeiinspektion Altötting konnte den BMW-Fahrer bei Töging anhalten, nachdem er vorher ca. 1,4 Kilometer falsch auf der Autobahn gefahren war und einen Unfall verursacht hatte. Schnell kam der Grund für seinen Fehler ans Tageslicht. Der BMW-Fahrer war stark alkoholisiert. Ein Alkoholtest ergab einen Wert von 1,5 Promille. Zur Ermittlung des genauen Alkoholwertes wurde eine Blutentnahme durchgeführt. Sein Führerschein wurde sofort beschlagnahmt. Ihn erwartet ein Strafverfahren werden Verkehrsunfallflucht und wegen Gefährdung des Straßenverkehrs mit einer hohen Geldstrafe und dem Entzug der Fahrerlaubnis.

Beim Unfall hat sich der BMW-Fahrer nicht verletzt. Der unfallbeschädigte BMW wurde abgeschleppt. Der Sachschaden am BMW beträgt ca. 10.000 Euro. Der Schaden an den Leitplanken beträgt ca. 2500 Euro.

Nach eigenen Angaben wollte der BMW-Fahrer von Trostberg kommend nach Neuötting in eine dortiges Tanzlokal fahren. Er fuhr aber offensichtlich auf der B299 an Neuötting, Winhöring und Töging vorbei. Bei Erharting kam er dann von der B299 ab und stürzte auf die Autobahn A94 hinunter.

Pressemeldung Verkehrspolizeiinspektion Traunstein

Quelle: innsalzach24.de

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