Zwei Asylbewerber in Rosenheim aus dem Zug genommen

Vermisster minderjähriger Migrant auf Europatour

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Rosenheim - Aus dem Zug von München nach Italien wurden zwei junge Asylbewerber festgenommen, nach denen bereits gesucht wurde. Der 18-jährige Syrer und der 20-jährige Marokkaner erhielten schließlich eine Ausreiseaufforderung.

Am Donnerstagvormittag konnten zwei junge Männer arabischen Aussehens im Fernzug von München nach Italien weder Fahrschein noch Ausweisdokumente vorlegen. Sie wurden in Rosenheim aus dem Zug genommen und Beamten der PI Fahndung Rosenheim übergeben. Diese konnten die Identität der Männer klären.

Es handelte sich um einen Syrer im Alter von 18 Jahren und um einen 20-jährigen Marokkaner. Der Syrer reiste 2013 als unbegleiteter minderjähriger Flüchtling ein und ließ sich in Berlin vom dortigen Jugendamt betreuen. 2014 verschwand er spurlos und wurde seither international als Vermisster gesucht. Tatsächlich flüchtete er unter anderen Personalien nach Schweden und ließ sich dort als Asylant registrieren. Da es ihm nach eigenen Angaben weder in Berlin noch in Schweden gefiel, beschloss er, sich nach Italien zu dort lebenden Verwandten zu begeben.

Sein Begleiter war ein 20jähriger Marokkaner, der 2015 in Essen wegen Diebstählen auffiel und sich daher wie sein syrischer Freund unter Benutzung falscher Personalien in Schweden um Asyl bemühte. Auch ihm gefiel es in Schweden nicht und reiste nunmehr mit seinem Freund Richtung Italien. Die Männer wurden von den Schleierfahndern unter anderem wegen illegalem Aufenthalt zur Anzeige gebracht und erhielten eine Ausreiseaufforderung, da sie in Deutschland kein Asyl beantragen wollten.

Pressemeldung Polizeiinspektion Fahndung Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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