Lkw-Chaos konnte knapp verhindert werden

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Rosenheim - Stark gefordert war die Autobahnpolizei am Wochenende wegen eines Lkw-Fahrverbots in Österreich und Italien: Ein Chaos auf A8 und A93 konnte gerade noch verhindert werden.

Verkehrslage

Trotz Ende der Osterferien rollte der Verkehr am Wochenende auf den Autobahnen A 8 und A 93 ohne größere Behinderungen.

Stark gefordert waren die Kräfte der Autobahnpolizei am Freitag. Wegen einem Feiertag in Italien und dem sog. Transitfahrverbot in Tirol wurden an diesem Tag alle Lkw über 7,5 t mit dem Ziel Italien von den österreichischen Kollegen an der Ausfahrt Kufstein-Nord kontrolliert und nach Deutschland zurückgeschickt. Trotz rechtzeitiger Ankündigung durch die Medien, Verständigung der Speditionen und entsprechende Hinweistafeln waren die Parkplätze entlang der A 8 und A 93 innerhalb kürzester Zeit mit Schwerfahrzeugen belegt. Nur durch ständige Präsenz und konsequente Verkehrsüberwachung mit Hilfe von Unterstützungskräften und in Zusammenarbeit mit der Autobahnmeisterei Rosenheim konnte ein Verkehrschaos verhindert werden. Bis in die frühen Morgenstunden des Samstages versuchten Lkw-Fahrer immer wieder ihre Fahrzeuge einfach auf der Autobahn zu parken. Dies wurde jedoch sofort unterbunden. Einige, besonders uneinsichtige Trucker, mussten auch ein Bußgeld zahlen. Für den Pkw-Verkehr kam es, Dank der getroffenen Maßnahmen, zu keinerlei Beeinträchtigungen.

Unfälle

Im Zuständigkeitsbereich der Verkehrspolizeiinspektion Rosenheim ereigneten bislang vier Verkehrsunfälle, bei denen glücklicherweise keine Personen verletzt wurden. Der Sachschaden beläuft sich auf ca. 10.000 Euro.

Auf der A 93 streifte ein 58-jähriger Tscheche beim Ausparken mit seinem Sattelzug die Leitplanke und drückte diese ein.

Auf er Inntalautobahn überfuhr ein 42-jähriger Bochumer mit seinem Pkw ein auf der Fahrbahn laufendes Reh. Das gleiche passierte dann einem 43-jährigen Kölner auf der Salzburger Autobahn.

Im Baustellenbereich der A 8 war ein 44-jähriger Hamburger kurz unaufmerksam und fuhr daher mit seinem Wagen gegen eine Warnbake.

Verkehrsdelikte

Mit über 1,5 Promille steuerte am Samstag eine in Stuttgart lebende Serbin ihr Fahrzeug auf der A 8 in Richtung Österreich. Die 30-Jährige fiel gegen 16:50 Uhr einem anderen Verkehrsteilnehmer wegen ihrer unsicheren Fahrweise auf. Von einer Streife der Verkehrspolizei konnte sie an der Anschlussstelle Bernau aus dem Verkehr gezogen werden.

Ebenfalls am Samstag, 20:24 Uhr, wurde der Einsatzzentrale ein Verkehrsrowdy gemeldet, der auf der A8 viel zu schnell in Richtung Norden unterwegs ist, dicht auffährt, rechts überholt und anderen Verkehrsteilnehmer gefährdet. Eine Zivilstreife konnte die Verfolgung aufnehmen und das geschilderte Verhalten auf Video dokumentieren. Als der Pkw-Lenker dann kontrolliert werden sollte, flüchtete er von der Autobahn in Richtung Weyarn und fuhr mit weit über 100 km/h durch die Ortschaft. Dabei kam es noch zur Berührung mit einem anderen Fahrzeug. Die Verfolgung wurde daraufhin abgebrochen. Der Flüchtige, es handelt sich um einen jungen Mann aus dem Raum Miesbach, konnte jedoch einige Zeit später, in seinem Bett liegend, angetroffen werden. Nach ersten Erkenntnissen dürften wohl Alkohol und Drogen im Spiel gewesen sein.

Gegen die Gefahrgutvorschriften verstieß ein rumänischer Lkw-Lenker. Der 45-Jährige transportierte im Führerhaus seines Sattelzuges eine völlig ungesicherte 25 kg Gasflasche mit angeschlossenem Kocher.

Vier weitere Lkw-Fahrer mussten ein Bußgeld zahlen, da sie mit ihren Sattelzügen verbotenerweise am Sonntag unterwegs waren bzw. auf der Autobahn parkten.

Pressemeldung Verkehrspolizeiinspektion Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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