Lkw-Fahrer unterschätzt Restalkohol

Rosenheim - Am Vorabend hatte der Lkw-Fahrer mit seinen Kollegen ordentlich getrunken. Das rächte sich am nächsten Tag, als er in eine Polizeikontrolle kam.

Am Dienstagvormittag kontrollierten die Beamten vom Einsatzzug Rosenheim auf der Autobahn München-Salzburg unter anderem einen holländischen Sattelzug. Der 40-Tonner wurde verdachtsunabhängig aus dem Verkehr gelotst und einer Verkehrskontrolle unterzogen. Erschreckenderweise wurde bei dem 50 jährigen Fahrzeugführer gleich zu Beginn der Kontrolle starker Alkoholgeruch wahrgenommen. Die Überprüfung ergab eine deutliche Überschreitung der zulässigen Höchstgrenze.

Aber auch mit den Grenzen im Bereich der fahrpersonalrechtlichen Vorschriften nahm es der Fahrer hier nicht so genau. Bei der Auswertung der mitgeführten Arbeitszeitnachweise wurde eine mehrmalige Verkürzung der erforderlichen Ruhzeit festgestellt. Die Feststellungen hatten zur Folge, dass der ungarische Landsmann eine Blutentnahme über sich ergehen lassen musste und seine Fahrt an der Tank- und Rastanlage Samerberg zu Ende war.

Der Fahrer muss nun mit einer Anzeige rechnen. Da er in Deutschland keinen festen Wohnsitz hat, musste er zudem einen Teil der zu erwartenden, sicherlich schmerzhaften Strafe gleich vor Ort hinterlegen. Der Fahrer gab an, dass er am Vorabend mit einigen Arbeitskollegen an einer Rastanlage „ordentlich gebechert“ hatte. Die Folgen des Restalkohols nach einer durchzechten Nacht sind vielen Verkehrsteilnehmern nicht bewusst.

Die Polizei weißt in diesem Zusammenhang erneut darauf hin, dass der aufgenommene Alkohol nur sehr langsam vom Körper abgebaut werden kann und die bewusstseinsbeeinflussende und verkehrssicherheitsbeeinträchtigende Wirkung noch Stunden nach dem letzten Schluck vorhanden ist.

Pressemeldung Polizei Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © pa

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