Bilanz: 125 Personen verhaftet 

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125 Personen verhafteten die Beamten des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd im ersten Quartal.

Rosenheim - Das Polizeipräsidium Oberbayern Süd in Rosenheim zieht Bilanz: 125-mal klickten im ersten Quartal die Handschellen.

Im ersten Quartal klickten für 125 zur Verhaftung ausgeschriebene Personen die Handschellen. Die Gründe für die Verhaftung reichen von Verkehrsdelikten bis zu Delikten der Schwerkriminalität und zur Auslieferung in andere EU- bzw. Interpolstaaten.

Am Sonntag, 11. April, um 8.15 Uhr überprüften die Fahnder auf der A 93 Fahrtrichtung Tirol einen französischen Pkw. Der 33-jährige Rumäne wurde von der Staatsanwaltschaft Traunstein mit Haftbefehl gesucht.

Obwohl gegen ihn im Jahre 2006 ein Aufenthaltsverbot für Deutschland bestanden hatte, war er illegale nach Deutschland eingereist, die nächsten 137 Tagen muss er nun in der JVA Bernau verbringen, da er die Geldstrafe von 2.750 Euro nicht aufbringen konnte.

Besonderes Pech hatte am Freitag, 9. April, gegen 17.40 Uhr ein 69-jähriger Deutscher- der zwischenzeitlich in der Türkei seinen Lebensabend verbringt, als er als Insasse im Linienbus nach Istanbul überprüft wurde. Der Fahndungscomputer hatte seine Trunkenheitsfahrt in Bamberg aus dem Jahre 2008 nicht vergessen. Da er in Deutschland nicht mehr wohnt, hatte ihn die Staatsanwaltschaft Bamberg wegen der ausstehenden Strafe von 950 Euro ausgeschrieben; nach Hinterlegung des Geldes fuhr er mit dem Bus weiter.

Ein am Samstag, 10. April, um 10.50 auf der TRA Samerberg beim Tanken angetroffener 21-jähriger slowenischer Student hatte kein Glück. Auch er war bei einem früheren Besuch in Halle betrunken am Steuer angetroffen worden. Da er die von der Staatsanwaltschaft Halle geforderte Strafe von 1.135 Euro nicht bezahlen konnte, muss er 49 Tage in der JVA Bernau verbringen.

Wegen einer für seinen Beruf untypischen Straftat verfing sich am Samstag, 10. April, um 15 Uhr ein 53-jähriger griechischer Seemann im Fahndernetz. Der in Spanien lebende Mann hatte im Jahre 2006 in Offenbach einen neuen BMW 320 D angemietet und nicht zeitgerecht zurückgebracht. Er war dann beim Versuch den Pkw von Algecieras nach Tanger/Marokko zu verschieben festgenommen worden. Er wurde festgenommen und wird zur Durchführung des Strafverfahrens nach Offenbach verschubt.

Am Dienstag, 13. April, gegen 1.40 Uhr hielten die Fahnder den Fahrer eines polnischen BMW X 5 auf der A 8 bei Bad Aibling zur Kontrolle an. Der 31-jährige Pole wurde mit Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Frankfurt/Oder gesucht. Er war dort im Jahre 2008 mit einem gefälschten Führerschein erwischt worden, zwischenzeitlich konnte er nach Ablegung einer weiteren Prüfung einen gültigen polnischen Führerschein vorlegen und seine Fahrt nach Bezahlung der Geldstrafe von 210 Euro fortsetzen.

Doppeltes Pech hatte am Sonntag, 11. April, gegen 14 Uhr ein 40-jähriger Niederländer somalischer Herkunft. Zunächst kam bei der Computerrecherche ein alter Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Freiburg ans Licht, demzufolge er wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz zu einer Geldstrafe von 960 Euro ersatzweise 30 Tage Haft verurteilt worden war.

Zudem wurden bei der Durchsuchung seines Reisegepäcks 520 Gramm Kath gefunden, ein dem Rhabarber ähnliche Pflanze, die insbesondere in Somalia gekaut wird und dabei einen leichten Rauchzustand verursacht. Nach Hinterlegung der Geldstrafe und einer Anzeige nach dem Betäubungsmittelgesetz konnte er letztlich seine Fahrt zu Verwandten nach Italien fortsetzen.

Pressemeldung Polizeipräsisium Oberbayern Süd Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

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