Verkehrskontrollen zahlen sich aus

Brannenburg - Bei den vermehrten Polizeikontrollen im Gebiet Brannenburg deckten die Beamten neben Alkoholmissbrauch und Geschwindigkeitsüberschreitungen auch Drogendelikte auf.

Im Zeitraum vom Samstag, den 6. April, bis zum Samstag, den 20. April, wurden im gesamten Dienstbereich der Polizeiinspektion Brannenburg, wie vorab angekündigt, verstärkt Verkehrskontrollen durchgeführt. Hierdurch sollten die Hauptunfallursachen, überhöhte beziehungsweise nicht angepasste Geschwindigkeit und Alkohol am Steuer, bekämpft werden. Die Brannenburger Beamten wurden bei den Kontrollen durch Kräfte der umliegenden Polizeidienststellen und der Bereitschaftspolizei unterstützt.

An den insgesamt 52 Kontrollstellen wurden 241 Fahrzeuge mit überhöhter Geschwindigkeit festgestellt. 44 Verkehrsteilnehmer überschritten die zulässige Höchstgeschwindigkeit so erheblich, dass sie mit einer Bußgeldanzeige und Punkten geahndet werden mussten. In den restlichen 197 Fällen wurde ein Verwarnungsgeld ausgesprochen. Bei mehreren Fahrzeugführern war der Verstoß so gravierend, dass sie neben der Anzeige mit einem Fahrverbot rechnen müssen. Spitzenreiter im negativen Sinne war ein Motorradfahrer, der im Gemeindebereich Bad Feilnbach anstatt der zulässigen 100 km/h mit 180 gemessen wurde. Alarmierend ist auch die Tatsache, dass mehrere Autofahrer innerorts anstelle der erlaubten 50 km/h mit annähernd 100 km/h festgestellt wurden.

Im Rahmen der Kontrollen wurde auch die Fahrtauglichkeit der Verkehrsteilnehmer überprüft. Hierbei wurden fünf Fahrten unter dem Einfluss von Alkohol beziehungsweise Drogen aufgedeckt. So wurde beispielsweise eine 66-Jährige Frau aus dem Landkreis beim Führen ihres Pkw mit 1,3 Promille festgestellt. Der Führerschein der Frau konnte nicht sichergestellt werden, da ihr die Fahrerlaubnis schon wegen einer vorangegangenen Trunkenheitsfahrt entzogen worden war. Gegen die Frau wurde Anzeige wegen Trunkenheit im Verkehr und Fahrens ohne Fahrerlaubnis erstattet.

Bei einem 24-jährigen Mann, der ebenfalls aus dem Landkreis stammt, ergab sich im Zug der Kontrolle der Verdacht auf die vorherige Einnahme von Drogen. Bei ihm wurde eine Blutentnahme durchgeführt. Da bei der erfolgten Wohnungsnachschau 2,6 Gramm Haschisch aufgefunden wurden, wird gegen den Mann neben einer Anzeige nach dem Straßenverkehrsgesetz eine weitere Anzeige nach dem Betäubungsmittelgesetz erstattet.

Zusätzlich zu den festgestellten Geschwindigkeitsübertretungen und dem Fahren unter dem Einfluss von Alkohol oder Drogen, wurden im Zuge der Schwerpunktaktion noch 44 weitere Verstöße gegen Verkehrsvorschriften festgestellt. Größtenteils handelte es sich dabei um Feststellungen wegen nicht angelegtem Sicherheitsgut, die entsprechend verwarnt wurden. In Zusammenhang mit einem Fahndungstreffer wegen fehlendem Versicherungsschutz, wurde von den Beamten ein Fahrzeug an Ort und Stelle entstempelt. Hier wird eine Anzeige nach dem Pflichtversicherungsgesetz erstellt.

Der Großteil der „Verkehrssünder" war - trotz des momentanen Ärgers wegen einer Anzeige oder Verwarnung - einsichtig und sah die Schwerpunktaktion durchaus positiv. Die Polizei Brannenburg wird auch in Zukunft Schwerpunktkontrollen mit dem Ziel, einen Beitrag zur Verbesserung der Verkehrssicherheit zu leisten, durchführen.

Pressemeldung Polizeiinspektion Brannenburg

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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