Brummifahrer im Auge des Gesetzes

Mühldorf - Zahlreiche Lkw-Kontrollen führte der Einsatzzug Traunstein am Dienstag in Mühldorf durch. Neben zahlreichen Verstößen gibt es auch Positives zu vermelden:

Am vergangenen Dienstag, den 25. Oktober, führten Beamte des Einsatzzuges Traunstein in den Vormittagsstunden auf der ehemaligen B12, der jetzigen Staatsstraße 2550, Schwerlastkontrollen durch.

Während der dreistündigen Kontrollaktion mussten einige Lkw-Fahrer beantstandet werden.

Bei drei Lkw-Fahrern wurde eine überhöhte Geschwindigkeit festgestellt, die jedoch noch im Verwarnungsbereich lag.

Ein deutscher Brummifahrer wurde mit 30 Euro Verwarnung belegt, weil er seine Ruhezeit nicht eingehalten hatte, während ein ungarischer Lkw-Fahrer angezeigt werden musste, da er die Geschwindigkeit erheblich überschritt. Ihn erwartet ein Bußgeldverfahren. Um dies zu sichern, musste der junge Mann die Strafe von 100 Euro gleich vor Ort bezahlen.

Auch gegen einen 39-jährigen Lkw-Fahrer aus Österreich musste ein Bußgeldverfahren eingeleitet werden. Ihm wurde zur Last gelegt, dass er wiederholt die zugelassene Geschwindigkeit überschritt. Auf einen 61-jährigen Simbacher kommt ein Verfahren zu, da er bei der Kontrolle seine fahrpersonalrechtlichen Aufzeichnungen nicht vollständig vorweisen konnte. Die Ladungssicherung musste nur in einem Fall bemängelt werden.

Bei vier weiteren Lkw-Fahrern wurden massive Verstöße gegen das Fahrpersonalgesetz festgestellt. Ein 30-jähriger Brummifahrer konnte mehrere Tage seiner Fahrtätigkeit nicht nachweisen.

Ein 22-jähriger Österreicher konnte weder einen Nachweis über seine Fahrtätigkeiten der letzten Wochen, noch eine gültige Lizenz für den grenzüberschreitenden Güterkraftverkehr vorweisen. Nicht nur auf ihn kommt ein Verfahren zu, sondern auch auf den Unternehmer, der seinen Fahrer ohne Genehmigung nach Deutschland schickte.

Ein 62-jähriger Dorfener machte sich nicht viel aus den gesetzlich vorgeschriebenen Lenkzeitunterbrechungen. Der Gesetzgeber schreibt vor, dass man nach  viereinhalb Stunden Fahrtzeit 45 Minuten Pause einlegen muss. Der Lkw-Fahrer fuhr 8-9 Stunden ohne Pause durch. Auf ihn kommt nun ein Bußgeldverfahren zu. Das zu erwartende Bußgeld muss noch genau berechnet werden, jedoch wird es sich auf mehrere Hundert Euro belaufen.

Mit der Geschwindigkeitsbeschränkung für Lkw auf Landstraßen nahm es auch ein 49-Jähriger aus dem Landkreis Altötting nicht sehr genau. Ihm konnte eine Geschwindigkeitsüberschreitung von knapp 25 km/h nachgewiesen werden.

Ein 38-jähriger Portugiese wurde an der Kontrollstelle verwarnt, da er die Geschwindigkeit mit seinem 40Tonner geringfügig überschritt.

Erfreulich war aber auch, dass neben diesen „Gewohnheitsverstößen“ nur an einem Lkw technische Mängel festgestellt wurden.

Quelle: innsalzach24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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