Illegale Einreise: Mehrere Festnahmen

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Rosenheim - Gleich mehrere unerlaubt eingereiste Personen haben am Montag Bundes- und Landespolizei am Rosenheimer Bahnhof sowie in grenzüberschreitenden Zügen festgenommen.

Im Nachtreisezug zwischen Kufstein und München überprüften Rosenheimer Schleierfahnder eine vierköpfige Gruppe mit bulgarischen Ausweisen. Für die Beamten war schnell klar, dass es sich bei den Dokumenten um Fälschungen handelte. Damit war die Reise der afghanischen Staatsangehörigen beendet. Sie wurden zur Rosenheimer Bundespolizei gebracht, die wegen Urkundenfälschung und unerlaubter Einreise Anzeige erstatte. Im Anschluss wurden die Afghanen an die Münchner Aufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge weitergeleitet.

In der Schalterhalle des Rosenheimer Bahnhofs trafen Bundespolizisten auf zwei Männer, die sich nicht ausweisen konnten. Nach eigenen Angaben handelte es sich um irakische Staatsangehörige, die in einem Lkw nach Deutschland gebracht worden waren. Die Männer im Alter von 18 und 28 Jahren wurden festgenommen und wegen unerlaubter Einreise angezeigt. Da sie den Beamten gegenüber ein Schutzersuchen gestellt hatten, wurden sie der Obhut der zuständigen Aufnahmeeinrichtung in München anvertraut.

Auf den Bahnstrecken Kufstein – Rosenheim bzw. Salzburg – München beendeten die Fahnder der Bundespolizei die illegale Einreise eines 25-Jährigen aus Marokko sowie einer 32-Jährigen aus Ghana. Die Frau konnte sich lediglich mit abgelaufenen italienischen Aufenthaltspapieren ausweisen. Sie wurde nach Österreich zurückgeschoben. Auch der Marokkaner konnte sich nicht ordnungsgemäß ausweisen. Ermittlungen ergaben, dass er zudem gegen ein Einreiseverbot verstoßen hatte. Die Beamten führten ihn beim Amtsgericht Rosenheim vor. Der Richter ordnete 90 Tage Haft an.

In einer Regionalbahn zwischen Innsbruck und München nahmen Bundespolzisten einen Kroaten fest. Der 42-Jährige hätte in Deutschland gar nicht erst einreisen dürfen, da er bereits viermal abgeschoben worden war. Der Mann musste eine Sicherheitsleistung von 500 Euro zahlen. Die Münchner Staatsanwaltschaft beantragte die Untersuchungshaft.

Pressemitteilung der Bundespolizeiinspektion Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

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