Bundespolizei enttarnt abgeschobenen Verbrecher

Rosenheim - Bereits am frühen Freitagmorgen ist der Rosenheimer Bundespolizei ein Verbrecher ins Fahndungsnetz gegangen. Er wurde gegen 5 Uhr im Zug von Wien nach München entdeckt.

Wie die Bundespolizei jetzt mitteilte, versuchte der serbische Staatsangehörige unter falschem Namen nach Deutschland einzureisen. Unter seinen richtigen Personalien wurde er wegen schwerer Körperverletzung mit Haftbefehl gesucht.

Zunächst nahmen die Fahnder den 49-Jährigen im EuroCity wegen unerlaubter Einreise fest. Er hatte lediglich einen ungarischen Asylbewerberausweis dabei, aber keine gültigen Einreisepapiere. Mit Hilfe seiner Fingerabdrücke fanden die Beamten schließlich heraus, dass der Serbe unter anderen Personalien mit Haftbefehl gesucht wurde.

Im Jahr 2003 schlug er im Hochsauerlandkreis den 84-jährigen Lebensgefährten seiner geschiedenen Frau mit einer Flasche nieder und verletze ihn schwer. Zwar wurde er damals wegen schwerer Körperverletzung zu acht Jahren Haft verurteilt, nachdem er aber über fünf Jahre abgesessen hatte, wurde die Reststrafe zur Bewährung ausgesetzt.

Der Mann musste daraufhin in seine serbische Heimat zurückkehren. Außerdem wurde gegen ihn eine Ereinreisesperre verhängt.

Wie sich herausstellte, lebte der Serbe unter erfundenen Personalien als kosovarischer Asylbewerber in Ungarn. Jetzt ließ die Bundespolizei den Schwindel auffliegen.

Zur Verbüßung seiner Restfreiheitsstrafe von 1065 Tagen lieferten ihn die Bundespolizisten in die Justizvollzugsanstalt Bernau ein. Zudem muss er sich wegen mittelbarer Falschbeurkundung und illegaler Einreise strafrechtlich verantworten.

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © pa

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