Bundespolizei fasst zwei "Bekannte"

Raubling - Beim außerplanmäßigen Halt eines EuroCity in Raubling sind zwei Personen aus dem Zug gesprungen. Nach kurzer Fahndung sind beide gefasst worden.

Schnell war klar, dass es sich um „Bekannte“ handelte. Die Männer waren zwei Tage zuvor schon einmal unerlaubt eingereist. Für den erneuten Versuch standen sie am Mittwoch in Rosenheim vor Gericht.

Ein Zugbegleiter verständigte am Dienstag Vormittag die Bundespolizei über den Vorfall beim betriebsbedingten Zughalt und gab eine Personenbeschreibung ab. Rasch wurde die Bundespolizei in Raubling fündig. Am Bahnhofsvorplatz trafen die Beamten auf den ersten und nach kurzer Suche im Gemeindebereich auf den zweiten. Die Herren waren den Bundespolizisten durchaus bekannt. Den 30-jährigen Algerier und den 35-jährigen Staatenlosen hatten sie erst zwei Tage zuvor wegen unerlaubter Einreise festgenommen.

Beide waren bereits am Sonntag in einem Zug ohne Papiere aufgegriffen worden. Eigenen Angaben zufolge hatte das Duo die Absicht, in Berlin zu arbeiten. Wie sie das ohne Papiere auf legalem Weg bewerkstelligen wollten, konnten sie freilich nicht sagen. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen mussten sie das Land mit einer Strafanzeige im Reisegepäck wieder verlassen. Offenbar entsprach aber die Rückreise nach Österreich ganz und gar nicht ihren Vorstellungen und so entzogen sie sich dem Zugriff der dortigen Behörden. Abermals reisten sie mit dem Zug illegal ein und versuchten, beim außerplanmäßigen Halt in Raubling die Gunst des Augenblicks zu nutzen. Allerdings hatten sie die Rechnung ohne die Bundespolizeiinspektion Rosenheim gemacht, die unverzüglich die Fahndung aufnahm.

Für ihre erneute mutwillige unerlaubte Einreise kassierten die beiden binnen weniger Tage abermals eine Strafanzeige. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft wurden sie jedoch nicht nur angezeigt sondern aufgrund der klaren Sachlage in einem „beschleunigten Verfahren“ beim Amtsgericht in Rosenheim vorgeführt. Der Richter verurteilte den algerischen Staatsangehörigen und den Staatenlosen palästinensischer Abstammung jeweils zu einer Geldstrafe von 350 Euro. Da keiner den geforderten Betrag aufbringen konnte, mussten beide ersatzweise eine 70-tägige Haftstrafe antreten. Inzwischen befinden sie sich im Bernauer Gefängnis. Im Anschluss werden sie das Land wieder verlassen müssen.

Pressemeldung Polizeiinspektion Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © pa

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