Bundespolizei fasst mutmaßlichen Schleuser

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Rosenheim – Die Bundespolizei hat am Mittwoch den mutmaßlichen Drahtzieher mehrerer Menschenschleusungen gefasst.

Nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen hat der 27-jährige Türke in mindestens zwei Fällen den Transport irakischer Staatsangehöriger von Italien nach Deutschland organisiert.

Ausgangspunkt dieses Ermittlungserfolgs war die Festnahme eines Mannes Mitte August auf der A93 zwischen Kiefersfelden und dem Inntaldreieck. Er hatte versucht, sechs Iraker ohne Papiere illegal nach Deutschland zu bringen und sie hier abzusetzen. Bei Oberaudorf stoppten die Fahnder seine Fahrt. Als Entlohnung hätte ihm für diese Tour eine vierstellige Summe gewunken. In der Vernehmung konnte sich der geständige Schleuser noch an das Fahrzeug sowie das italienische Kennzeichen des Hintermannes erinnern.

Nur wenige Tage später war exakt dieses Fahrzeug ebenfalls auf der A93 in einen Schleusungsfall verwickelt. Auf Höhe Kiefersfelden nahmen die Beamten den Fahrzeugführer fest, der vier Iraker ohne Ausweispapiere beförderte. Allerdings war auch er nur ein bezahlter Fahrer und weder Organisator der Fahrt noch Halter des Pkw. Der Wagen war auf eine Frau aus Italien zugelassen, die von der Bundespolizei über den Verbleib ihres sichergestellten Fahrzeugs informiert wurde.

Tatsächlich erschien der Ehemann der Dame – offenbar völlig arglos – bei der Rosenheimer Bundespolizei, um sich nach dem Fahrzeug zu erkundigen. Anstelle ihm allerdings einfach die Schlüssel für das Auto auszuhändigen, unterzogen die Beamten den türkischen Staatsangehörigen einer eingehenden Befragung. Schließlich stellte sich heraus, dass er als Hintermann der Einschleusungen in Frage kommt. Er wurde festgenommen und am Donnerstag beim Rosenheimer Amtsgericht vorgeführt. Der Haftrichter entsprach dem Antrag der Staatsanwaltschaft und ordnete entsprechend die Untersuchungshaft des 27-Jährigen an.

Pressemeldung Bundespolizeiinspektion Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © Bundespolizei Rosenheim

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