Schleuserei endet vor Gericht

Rosenheim – Gestern gestoppt, schon heute vor Gericht: Weil er drei Serben die illegale Einreise nach Deutschland ermöglichte, muss sich ein Belgier nun vor Gericht verantworten.

Die Bundespolizei hat am Montag auf der Autobahn von Salzburg in Richtung München einen Belgier gestoppt, der drei serbische Staatsangehörige nach Deutschland geschleust hatte. Nur einen Tag später (am 21. August) stand der 33-Jährige vor Gericht.

Bei der Kontrolle auf der der A8 nahe Rosenheim wies sich der Fahrer eines in Belgien zugelassenen Wagens gegenüber den Fahndern mit belgischen Papieren aus. Seine Begleiter hatten alle gültige serbische Reisepässe dabei. Mithilfe des Polizeicomputers fanden die Beamten aber heraus, dass die drei Serben, 17, 39 und 46 Jahre alt, erst in diesem Jahr aus Deutschland abgeschoben worden waren. Aufgrund des von der Ausländerbehörde in Kleve (Nordrhein-Westfalen) verhängten Einreiseverbots hätte vorerst keiner der drei nach Deutschland reisen dürfen. Sie wurden wegen ihrer unerlaubten Einreisen festgenommen und angezeigt.

Da der belgische Fahrzeugführer, ebenfalls ein gebürtiger Serbe, seinen Landsleuten die illegale Rückkehr ermöglicht hatte, verhafteten ihn die Bundespolizisten wegen des Verdachts der Einschleusung. Das Amtsgericht Rosenheim gab dem Antrag der Staatsanwaltschaft statt und führte aufgrund der klaren Sachlage ein „beschleunigtes Verfahren“ durch. Schon am Tag nach seiner Festnahme wurde der Schleuser zu einer Geldstrafe in Höhe von 700 Euro verurteilt.

Auch die unerlaubt eingereisten Erwachsenen werden sich schon bald vor Gericht verantworten müssen. Im Anschluss werden sie zusammen mit dem minderjährigen Geschleusten das Land voraussichtlich wieder verlassen müssen.

Pressemeldung Bundespolizeiinspektion Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © re

Zurück zur Übersicht: Polizei

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser