Bundespolizei stoppt Schleuser auf A93

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Rosenheim - Die Bundespolizei hat am Mittwoch einen Kleinwagen aus dem Verkehr gezogen. Neben dem mutmaßlichen Schleuser waren fünf weitere Personen in das Fahrzeug gezwängt.

Die Fahnder kontrollierten auf der A93 zwischen Kufstein und Rosenheim die Insassen eines Pkw mit bulgarischen Kennzeichen. Außer dem Fahrer, einem Zyprioten, konnte sich keiner der fünf Mitfahrer ausweisen. Ein Junge musste hinten quer auf den Beinen der anderen Insassen liegen.

Minderjährige aus dem Irak

Nach ersten Erkenntnissen der Rosenheimer Bundespolizei handelt es sich um irakische Staatsangehörige. Bis auf eine Frau im Alter von 20 Jahren waren alle illegal Eingereisten minderjährig. Der jüngste von ihnen war gerade einmal sieben Jahre alt. Bei den Ermittlungen stellte sich heraus, dass sie von Familienangehörigen vom Irak aus Richtung Deutschland geschickt worden waren. Ihren Angaben zufolge kostete die organisierte Reise pro Person rund 10.000 Dollar.

Mutmaßlicher Schleuser in Untersuchungshaft

Die Beamten nahmen alle Personen in Polizeigewahrsam. Während die Eingeschleusten dem Jugendamt beziehungsweise einer Münchner Aufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge anvertraut wurden, beschäftigten sich Staatsanwaltschaft und Haftrichter eingehend mit dem 60-jährigen Fahrzeugführer. Auf Anordnung des Rosenheimer Amtsgerichts wurde der Mann am Donnerstag in Untersuchungshaft genommen. Die Ermittlungen der Bundespolizei dauern an.

Pressemeldung Bundespolizei Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

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