Kontrolle: 85 Afrikaner an Einreise gehindert

Rosenheim - Die Bundespolizei hatte am Wochenende viel zu tun. 60 unerlaubt eingereiste Personen befanden sich schon in Gewahrsam. Dann ging es am Montag auf der Autobahn weiter.

Zwischen Freitag und Sonntag (27. April) haben sich über 60 unerlaubt eingereiste Personen im Gewahrsam der Rosenheimer Bundespolizei befunden. Sie stammen überwiegend aus afrikanischen Ländern. Die meisten wurden von Fahndern in Reisebussen angetroffen, die zwischen Italien und Deutschland verkehren.

Auch am Montagmorgen stoppten die Beamten auf der Inntalautobahn rund 20 Afrikaner, die sich ohne oder mit gefälschten Papieren in Deutschland aufhalten wollten. Die meisten werden voraussichtlich an die Aufnahmestelle für Flüchtlinge weitergeleitet. Mit illegal Eingereisten aus Togo, Eritrea, Somalia, Gambia, Nigeria, Syrien oder Afghanistan waren Landes- und Bundespolizei das gesamte Wochenende über beschäftigt.

Im südlichen Bereich des deutsch-österreichischen Grenzgebiets wurden von Ende vergangener bis Anfang dieser Woche 85 Ausländer ohne die erforderlichen Einreisedokumente in Zügen, Bussen und anderen Kraftfahrzeugen festgestellt. So geschehen etwa Sonntagnacht, als die Bundespolizisten nahe der Anschlussstelle Oberaudorf die Insassen eines tschechischen Reisebusses kontrollierten. Zehn Somalier, fünf Nigerianer und ein Gambier durften ihre Reise mangels verfügbarer Pässe oder Visa in Richtung München nicht fortsetzen. Fünf von ihnen waren noch minderjährig.

Einige Stunden zuvor trafen Raublinger Schleierfahnder ebenfalls auf Höhe Oberaudorf auf neun Eritreer und einen Togoer. Der 34-Jährige aus Togo mit gültigen italienischen Dokumenten beförderte die anderen Afrikaner, die sich nicht ausweisen konnten, in einem Kleintransporter. Wegen Einschleusens von Ausländern wird sich der verhaftete Fahrer voraussichtlich schon bald verantworten müssen.

Etwa zur gleichen Zeit entlarvten Zivilfahnder auf Höhe Bad Feilnbach die italienischen Fremdenpässe von sechs Somaliern als Fälschungen. Sie mussten ihre Busreise beenden und den Beamten in die Bundespolizeidienststelle folgen. Dort wurden die 16- bis 19-Jährigen wegen unerlaubter Einreise und Urkundenfälschung angezeigt. Die Bundespolizeiinspektion in Rosenheim geht davon aus, dass sich die Zahl der illegalen Einreisen weiterhin auf hohem Niveau bewegen wird. Bereits in den ersten drei Monaten dieses Jahres hat sie rund 1.200 derartige Fälle registriert.

Pressemitteilung Bundespolizeiinspektion Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © Bundespolizeiinspektion Rosenheim

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