"Kroate" war in Wahrheit ein Mazedonier

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Burghausen - Ein 32-jähriger Mann behauptete ein Kroate zu sein. In Wahrheit war er jedoch Mazedonier - in diesem Fall ist dies ein mehr als entscheidender Unterschied:

Die Kontrolle der Burghauser Schleierfahnder an der A94 bei Marktl brachte für den Insassen eines Mercedes Sprinter mit serbischem Kennzeichen großes Ungemach: der 32-jährige Mann legte den Polizisten Papiere vor, die von den Experten der Schleierfahndung sofort als Totalfälschungen identifiziert wurden. Sowohl der kroatische Ausweis als auch der kroatische Führerschein entpuppten sich als professionell gemachte Falschurkunden.

Bei der Durchsuchung des Mannes kam in der Jackentasche sein echter mazedonischer Ausweis zutage. Der Mazedonier war 2014 legal als Tourist nach Deutschland eingereist, hatte sich dann teuer bezahlte gefälschte Papiere beschafft und damit als vermeintlicher Kroate Arbeit gefunden. Der 32-Jährige war ganz offiziell bei einer Firma in Hamburg angestellt, was aber einem Mazedonier nicht erlaubt ist. Die Schleierfahnder nahmen den Mann vorläufig fest, vernahmen ihn per Dolmetscher zum Sachverhalt und führten erkennungsdienstliche Maßnahmen durch.

Auf Anordnung des Ausländeramtes musste der Mazedonier Deutschland verlassen. Die Anzeigen, die den 32-Jährigen natürlich bis in sein Heimatland verfolgen werden, lauten auf Urkundenfälschung und Verschaffung amtlicher Ausweise, mittelbare Falschbeurkundung und Vergehen gegen das Aufenthaltsgesetz.

Pressemitteilung Polizeistation Fahndung Burghausen

Quelle: innsalzach24.de

Rubriklistenbild: © picture-alliance/ dpa

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