Chinese spioniert in Kolbermoor

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Immer wieder müssen sich deutsche Unternehmen gegen Wirtschaftsspionage wehren. Ein Chinese versuchte es jetzt in Kolbermoor.

Kolbermoor - Nach einem schweren Fall von Werksspionage wurde jetzt ein 42-jähriger Mann aus China von der Polizei festgenommen.

Nach einer Werksführung am vergangenen Montag in der deutschen Filiale einer österreichischen Firma, die Fassadenelemente entwirft und herstellt, wurde bei der Polizei in Bad Aibling Anzeige gegen einen 42 Jahre alten chinesischen Geschäftsführer erstattet.

Ihm wird vorgeworfen, während einer Werksführung verbotenerweise mittels einer digitalen Minikamera Bild- und Tonaufnahmen gefertigt zu haben. Gegen Ende der Führung war einem Mitarbeiter der geschädigten Firma die kaum erkennbare, mittels eines Clips am Gürtel befestigte Minikamera aufgefallen.

Die Auswertung der Kamera ergab, dass die hier dokumentierten Erkenntnisse über das Produkt sowie die Produktionsabläufe dazu ausgereicht hätten, um dieses in China kopieren und nachbauen zu können.

Die geschädigte Firma hatte sich laut Polizei auf die Fertigung von gekrümmten Betonpaneelen spezialisiert, die in einem gemeinsamen Bauprojekt mit der Firma des Chinesen zum Einsatz hätten kommen sollen. Aus diesem Grund war der Mann als Vertreter der Partnerfirma zur Projektbesprechung und Werksbesichtung angereist.

Beide Unternehmen wollten sich gemeinsam um ein Bauvorhaben in China in Höhe von ca. 20 Millionen Euro bewerben. Zusammen mit den Stahlkonstruktionen von chinesischer Seite sollte das Projekt in Kürze einer Expertenkommission vorgestellt werden.

Durch diese Werksspionage wäre die österreichisch-deutsche Firma aus dem Bieterrennen gewesen und hätte einen kaum abschätzbaren Verlust erlitten.

Nach einer richterlichen Vorführung wurde Haftbefehl gegen den Chinesen erlassen und dieser in die Justizvollzugsanstalt Stadelheim gebracht.

Quelle: rosenheim24.de

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