Echelon 2011: Polizei zieht Bilanz

Mietraching - Eine Open-Air-Musikveranstaltung wie das Echelon fordert meist viele Einsätze der Polizei. Die Polizeiinspektion Bad Aibling zog nun Bilanz. Wie das Fazit der (zahlreich anwesenden) Ordnungshüter ausfiel:

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10.000 Besucher aus nah und fern, sonniges Wetter, Open-Air-Musikveranstaltung bis 23.30 Uhr, das sind oft die Zutaten für viele polizeiliche Einsätze. Erfreulicherweise war das am Samstag, den 20. August, nicht so. Mit einem Aufgebot von 22 Beamten war die Polizeiinspektion Bad Aibling für diese Veranstaltung gut gerüstet, wobei sie von insgesamt 14 Beamten aus Rosenheim (darunter mehrere Zivilkräfte, uniformierte Beamte sowie ein Diensthundeführer und zwei Beamten von der berittenen Polizei) unterstützt wurden.

Personenkontrollen der Zivilkräfte führten zu 14 Aufgriffen und vorläufigen Festnahmen wegen des Besitzes von Betäubungsmitteln, jeweils in geringen Mengen. Nach Vernehmung und Abarbeitung der polizeilichen Maßnahmen konnten die Personen entlassen werden.

Eine 25-jährige Besucherin aus dem südlichen Landkreis Rosenheim musste gleich von mehreren Polizeibeamten gebändigt werden, da sie, nach einem Biss in die Zunge eines anderen Besuchers, bei der Festnahme heftigen Widerstand leistete. Das Ergebnis der Alko-Testes lag bei knapp zwei Promille.

Bei den Einlaßkontrollen wurde vom eingesetzten Security-Dienst eine 17-Jährige festgestellt, die den Führerschein einer 23-Jährigen vorzeigte und Einlaß begehrte. Sie muss nun mit einem Verfahren wegen Missbrauchs von Ausweispapieren rechnen.

Die Anfahrt der Gäste mit Bussen, Pkw und Bahn klappte recht gut. Vom Bahnhof Bad Aibling wurden Pendelbusse eingesetzt und es stand im Umfeld des Geländes genügend Parkraum zur Verfügung, der von der FW Mietraching bis zum Schluss überwacht wurde. Lediglich die Abfahrt nach Ende der Veranstaltung wurde für viele Besucher zum Problem, da sie nicht genügend Taxis vorfanden und die Shuttle-Busse nach Rosenheim fuhren.

Trotz der hohen Besucherzahl war das Gelände zeitgerecht geräumt. Der Erste Bürgermeister sowie der Leiter des Ordnungsamtes Bad Aibling überzeugten sich selbst in den Abendstunden vom Ablauf der Veranstaltung.

Das Bayerische Rote Kreuz mit eigenem Einsatzzelt hatte zehn freiwillige Helfer im Einsatz, die 45 Schnittverletzungen (von zerbrochenen Flaschen), elf Insektenstiche, 15 Kreislaufprobleme, zwei Kopfplatzwunden, eine Gehirnerschütterung und einen epileptischen Anfall zu versorgen hatten.

Der Veranstalter signalisierte bereits, dass künftig keine Glasflaschen mehr ausgegeben werden. Auf die Einhaltung der Lärmgrenzwerte wurde besonders geachtet, wodurch es keine nennenswerte Beschwerde gab.

Pressemeldung Polizeiinspektion Bad Aibling

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © eraffe

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