Ermittlungen enthüllen Täuschungsversuch

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Oberaudorf - Die Bundespolizei hat am Dienstag auf der A 93 drei Männer verhaftet. Die Fahnder warfen dem Fahrer vor, zwei türkische Staatsangehörige nach Deutschland geschleust zu haben.

Der Versuch, die Bundespolizisten mit einem vorgezeigten Reisedokument zu täuschen, misslang.

Zwar konnte sich der französische Fahrzeugführer bei der Kontrolle auf Höhe Oberaudorf ausweisen, allerdings hatten seine türkischen Mitfahrer keine gültigen Pässe dabei. Der eine der beiden Türken zeigte einen abgelaufenen Reisepass vor, der andere verfügte über gar keinen Ausweis.

Wegen des Verdachts der Schleusung nahmen die Beamten den 57-jährigen Franzosen fest. Auch die mutmaßlich illegal Eingereisten im Alter von 25 und 55 Jahren mussten mit zur Rosenheimer Dienststelle. Dort ergaben die Ermittlungen, dass noch mehr nicht in Ordnung war. Der jüngere Türke war im Gegensatz zu den ersten Angaben gar nicht der Sohn des 55-Jährigen. Er benutzte lediglich dessen Pass.

Daher wurde er wegen unerlaubter Einreise und Ausweismissbrauch, sein älterer Begleiter wegen unerlaubter Einreise und dem Überlassen des Ausweises angezeigt. Bereits am Mittwoch wurde er vom zuständigen Richter zu insgesamt 450 Euro, sein älterer Begleiter im Ganzen zu 1.800 Euro Geldstrafe verurteilt. Da sie die jeweils geforderte Summe nicht sogleich aufbringen konnten, mussten sie eine 60- beziehungsweise 90-tägige Haftstrafe in der Bernauer Haftanstalt antreten. Ihr aus Frankreich stammender Chauffeur konnte die Inspektion in der Burgfriedstraße nach Abschluss aller polizeilichen Maßnahmen freien Fußes verlassen. Er wird sich jedoch voraussichtlich noch strafrechtlich wegen der Einschleusung verantworten müssen.

Pressebericht Bundespolizeiinspektion Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

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