Ermittlungen nach Großschleusung dauern an

+

Rosenheim - Nach der vereitelten Großschleusung von 14 Syrern auf der Autobahn A93 hat die Bundespolizei umfassende Ermittlungen eingeleitet. Es gab u.a. mehrere Hausdurchsuchungen.

Die Bundespolizei hat am Mittwoch (3. August) auf der Autobahn zwischen Kufstein und Rosenheim die Einschleusung von 14 syrischen Staatsangehörigen vereitelt. Der mutmaßliche Schleuser wurde festgenommen. Er befindet sich inzwischen in Untersuchungshaft. Die Bundespolizei ermittelt.

Rosenheim: Fahnder der Rosenheimer Bundespolizei haben nahe der Anschlussstelle Oberaudorf einen angemieteten Kleintransporter aus dem Verkehr gezogen. Im Fahrzeug befanden sich neben dem Fahrer insgesamt 14 Personen, darunter vier Kinder. Zwei junge Männer kauerten aus Mangel an Plätzen auf einer Matratze im Kofferraum des Wagens. Die Minderjährigen mussten zum Teil auf dem Schoß ihrer Erziehungsberechtigten sitzen.

Während sich der Fahrer syrischer Herkunft mit deutschen Aufenthaltspapieren ausweisen konnte, waren seine Begleiter nicht in der Lage, ihre Identität mit Ausweisen oder sonstigen Dokumenten nachzuweisen. Nach eigenen Angaben handelt es sich ebenfalls um Syrer. Die drei Männer und sieben Frauen wurden wegen des Verdachts der illegalen Einreise in Gewahrsam genommen und angezeigt. Sechs von ihnen befinden sich auf richterlichen Beschluss hin bereits in Zurückschiebehaft. Sie werden das Land wieder verlassen müssen. Vier erwachsene Flüchtlinge und die Kinder konnten vorerst einer Münchner Aufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge zugeleitet werden. Gegen den verhafteten Fahrzeugführer ermittelt die Bundespolizei wegen Einschleusens von Ausländern. Das Rosenheimer Amtsgericht ordnete an, den 26-Jährigen in Untersuchungshaft zu nehmen. Er befindet sich mittlerweile in der Justizvollzugsanstalt Stadelheim.

Angesichts der ersten Ermittlungsansätze beantragten die Bundespolizei Rosenheim und die Staatsanwaltschaft Traunstein bei Gericht mehrere Wohnungsdurchsuchungen. Auf richterliche Anordnung hin durchsuchten bis Mittwochabend Münsteraner und Uelzener Bundespolizisten Wohnungen in Gütersloh und Warendorf (Nordrhein-Westfalen) sowie in Uelzen (Niedersachsen). Dabei konnten die Beamten umfangreiches Beweismaterial, wie etwa Mobiltelefone, Datenträger oder Kontoauszüge, sicherstellen. Die Ermittlungen der Bundespolizeiinspektion Rosenheim dauern an.

Pressemeldung Bundespolizei Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

Zurück zur Übersicht: Polizei

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser