Erst geschleust, dann Unfall gebaut

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Oberaudorf - Am 22. Oktober hat das Amtsgericht Rosenheim für einen Tunesier Untersuchungshaft angeordnet. Er soll irakische Staatsangehörige nach Deutschland eingeschleust zu haben.

Dabei wäre der 42-Jährige beinahe davon gekommen, wenn er nicht kurz vor der A 93 in die Fänge der Bundespolizei geraten wäre. Zunächst fiel den Fahndern nahe Oberaudorf eine vierköpfige Personengruppe auf. Die Kontrolle der Männer ergab, dass sich keiner von ihnen ausweisen konnte. Nach eigenen Angaben handelt es sich um Iraker im Alter von 16 bis 26 Jahren. Sie sagten aus, mit einem Pkw nach Deutschland gebracht worden zu sein. Die Beamten nahmen alle vier wegen des Verdachts der illegalen Einreise in Polizeigewahrsam.

Beinahe zeitgleich bemerkten Bundespolizisten an der Oberaudorfer Autobahnauffahrt einen Wagen, der kurz zuvor in einen Auffahrunfall verwickelt war. Der Fahrzeugführer, ein 42-jähriger Tunesier, hatte keine Papiere dabei und verstrickte sich hinsichtlich seiner Fahrt von Anfang an in Widersprüche. Die Beamten ließen sich nicht täuschen und folgerten schließlich, dass es zwischen den vier Irakern und dem tunesischen Fahrer einen Zusammenhang geben musste. Ersten Ermittlungsergebnissen zufolge kommt er tatsächlich als Beförderer der unerlaubt Eingereisten in Frage.

Während drei der irakischen Staatsangehörigen nach Abschluss aller polizeilichen Maßnahmen an eine Münchner Aufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge weitergeleitet werden konnten, musste der vierte auf richterliche Anordnung hin in Zurückschiebehaft genommen werden. Er hatte nachweislich bereits in Schweden Asyl beantragt. Den mutmaßlichen Schleuser verhafteten die Beamten der Bundespolizei und führten ihn beim Amtsgericht in Rosenheim vor. Der zuständige Richter ordnete seine Untersuchungshaft an.

Pressemitteilung Bundespolizei

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © Bundespolizei

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