Fälscher haben schlechte Karten

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Rosenheim/Landkreis - Der Versuch, mit gefälschten Papieren illegal nach Deutschland einzureisen, endete für fünf Nordafrikaner bzw. Südeuropäer am Wochenende im Gefängnis.

Fahnder von Landes- und Bundespolizei haben am Wochenende (21./22. Mai) auf der A 93 sowie in Zügen zwischen Kufstein und Rosenheim fünf mutmaßliche Urkundenfälscher festgenommen. Ihre Reise nach Deutschland endete hinter „schwedischen Gardinen“.

Am Sonntag kontrollierten Rosenheimer Bundespolizisten im EuroCity auf Höhe Kiefersfelden einen Tunesier, der sich mit italienischen Papieren auswies. Den Beamten entging nicht, dass das Lichtbild im Ausweis ausgetauscht worden war. Die Beamten führten den 28-Jährigen am Montag beim Ermittlungsrichter vor. Dieser verhängte eine Geldstrafe in Höhe von 1.000 Euro an. Da der Verurteilte den Betrag nicht aufbringen konnte, musste er eine 100-tägige Freiheitsstrafe antreten.

Ebenfalls am Sonntag endete für einen Moldawier in Rosenheim die Fahrt. Seinen rumänischen Pass entlarvten die Schleierfahnder im Nachtzug von Verona Richtung München als glatte Fälschung. Auch der rumänische Führerschein, den der 27-Jährige mitführte, war gefälscht. Der Mann wurde in Rosenheim festgenommen und beim Haftrichter vorgeführt. Der moldawische Staatsangehörige wurde zu 3.300 Euro Geldstrafe verurteilt. Mangels finanzieller Möglichkeiten steht ihm ersatzweise ein Gefängnisaufenthalt von 110 Tagen bevor.

Zwei Albaner konnten bei der Kontrolle am Autobahnparkplatz nahe Brannenburg zwar jeweils eine italienische Aufenthaltserlaubnis vorzeigen, festgenommen wurden sie aber dennoch. Ein albanischer Pass, den die Fahnder am Samstag im Wagen fanden, entpuppte sich als gefälschte Urkunde. Ersten Erkenntnissen der Bundespolizei zufolge könnte der „bearbeitete“ Ausweis zum Beschaffen anderer Papiere missbraucht worden sein. Das gefälschte Dokument wurde beschlagnahmt, die beiden albanischen Staatsangehörigen angezeigt. Noch am Sonntag ordnete das Amtsgericht Rosenheim für die beiden die Haft an, um ihre Zurückschiebung sicherzustellen.

Im ICE von Innsbruck Richtung München blieb am Samstag ein Marokkaner im Fahndungsnetz hängen. Auf Höhe Oberaudorf erkannten die Beamten der Bundespolizei, dass der französische Ausweis des 35-Jährigen gefälscht war. Nach seiner Verhaftung gab er zunächst an, Libyer zu sein. Im Zuge der Ermittlungen fanden die Bundespolizisten jedoch heraus, dass es sich tatsächlich um einen marokkanischen Staatsangehörigen handelte, der sich illegal im Land aufhalten wollte. Nach seiner Vorführung beim Rosenheimer Haftrichter wurde der Mann in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert.

Pressemeldung Bundespolizei Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

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