Zahlreiche Festnahmen im Grenzgebiet

Rosenheim - Insgesamt 35 Personen hat die Bundespolizei am Wochenende aufgespürt, die illegal nach Deutschland einreisen wollten.

Landes- und Bundespolizei haben am Sonntag, den 3. März, mehrere Personen afrikanischer Herkunft festgenommen. In Rosenheim fand ihre Reise vorerst ein Ende. Die einen hatten vor, in Deutschland längere Zeit ohne die erforderlichen Papiere zu arbeiten, die anderen wollten sich den Aufenthalt mit gefälschten Dokumenten schlicht erschwindeln.

In einem italienischen Reisebus kontrollierten Rosenheimer Bundespolizisten auf der Inntalautobahn zwei Nigerianer und einen Ghanaer. Die Männer im Alter von 22, 31 und 41 Jahren konnten sich zwar mit italienischen Fremdenpässen ausweisen, doch fanden die Fahnder heraus, dass sie ihren Lebensunterhalt ab sofort in Deutschland verdienen wollten. Eine Aufenthaltsgenehmigung für diesen Zweck hatten sie nicht. Das gleiche Ansinnen hatten ein 24-, ein 25- und ein 27-Jähriger aus Mali, die mit dem Zug von Kufstein Richtung München fuhren. Auch sie wollten – nach Erkenntnissen der Bundespolizei – zum Arbeiten längere Zeit in der Bundesrepublik bleiben. Eine entsprechende Erlaubnis konnten sie nicht nachweisen. Mit jeweils einer Strafanzeige wegen unerlaubter Einreise im Gepäck mussten sie das Land auf direktem Weg wieder verlassen.

Die Verkehrspolizeiinspektion Rosenheim überprüfte auf der A93 in einem Bus aus Italien drei Somalier. Sie wiesen sich mit gefälschten italienischen Ausweisen und Aufenthaltspapieren aus. Die Beamten entlarvten die Fälschungen und nahmen das Trio wegen Urkundenfälschung fest. Einer der drei war erst 17 Jahre alt und wurde zunächst an eine Aufnahmestelle für Flüchtlinge weitergeleitet. Die anderen beiden, 22 und 23 Jahre alt, mussten sich bereits am Montag am Rosenheimer Amtsgericht verantworten. Sie wurden zu einer Geldstrafe in Höhe von 270 Euro beziehungsweise 320 Euro verurteilt. Mangels finanzieller Möglichkeiten mussten sie ersatzweise eine 80- sowie eine 90-tägige Haftstrafe antreten.

Von Freitag bis Sonntag hat die Bundespolizeiinspektion Rosenheim insgesamt 35 Personen festgestellt, die unerlaubt über die deutsch-österreichische Grenze eingereist waren. Die meisten kamen mit dem Pkw oder dem Reisebus in die Bundesrepublik. In zwei Fällen wurden Ermittlungen wegen Einschleusens von Ausländern aufgenommen

Pressemitteilung Bundespolizeiinspektion Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © Bundespolizeiinspektion Rosenheim

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