Schleuser bei Bad Feilnbach gestoppt

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Bad Feilnbach - Für einen Schleuser war auf der A8 Endstation: Der Mann wurde von der Polizei erwischt, als er Palästinenser von Mailand nach Norddeutschland bringen wollte.

Dabei handelt es sich unter anderem um Personen aus Eritrea, Syrien oder Palästina, die über die Grenze geschleust wurden. Auf der A8 konnten die Zivilfahnder am Sonntag (20. Oktober) einen mutmaßlichen Schleuser stoppen. Der Deutsche beförderte drei Palästinenser mit seinem Auto – gegen Bezahlung.

In den Morgenstunden zogen die Bundespolizisten nahe Bad Feilnbach ein Auto mit deutschen Kennzeichen aus dem Verkehr. Der Fahrer, ein gebürtiger Libanese mit deutschem Pass, gab an, dass er seine drei Begleiter von Mailand aus Richtung Norddeutschland bringen wollte. Die Mitfahrer konnten sich nicht ausweisen. Ersten Erkenntnissen zufolge handelt es sich um Palästinenser im Alter von 19, 37 und 40 Jahren. Der 37-Jährige berichtete in der Dienststelle der Rosenheimer Bundespolizei, dass die Schleusung organisiert gewesen sei. Für die Überfahrt mit einem Boot von Syrien nach Griechenland musste er 1.500 Dollar zahlen. Die Bootsschleusung von Griechenland nach Italien kostete weitere 2.100 Dollar. Dort verlangte ein Vermittler 300 Euro für die Zuweisung an einen Fahrer. Neben dieser „Vermittlungsgebühr“ wurden auch noch 100 Euro Benzingeld pro Person für die Beförderung nach Deutschland fällig.

Der 26-jährige, arbeitslose Fahrzeugführer erklärte, dass er die drei Männer angeblich über eine Mitfahrzentrale vermittelt bekommen habe. Nach ersten Erkenntnissen der Bundespolizei handelte es sich jedoch um die letzte Etappe einer geplanten Schleusung. Auf Anordnung der Rosenheimer Staatsanwaltschaft musste der Mann bereits 300 Euro als Sicherheit für das anstehende Strafverfahren abgeben, ehe er die Rückreise in seine niedersächsische Heimat antreten konnte. Er wird sich schon bald wegen Einschleusens von Ausländern verantworten müssen.

Pressemeldung Bundespolizeiinspektion Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © Bundespolizeiinspektion Rosenheim

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